Einsatz der Nagolder Feuerwehr
: 20.000 Liter Löschwasser waren nötig

Ein Bodenfeuer mit einem beginnenden Waldbrand in Hanglage hat am Donnerstagabend einen größeren Einsatz der Feuerwehr Nagold ausgelöst. Beteiligt waren Kräfte aus dem ganzen Kreis.
Von
Sebastian Bernklau
Nagold
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Viele Feuerwehrkräfte waren am Donnerstagabend im Einsatz.

Viele Feuerwehrkräfte waren am Donnerstagabend im Einsatz.

Auerbach
  • Bodenfeuer in Hanglage bei Nagold löste am Donnerstagabend einen Großeinsatz aus.
  • Alarm um 17:41 Uhr, etwa 200 Quadratmeter brannten – schnelle Ausbreitung hangaufwärts.
  • Rund 65 Kräfte mit 15 Fahrzeugen löschten mit drei C-Rohren und 20.000 Litern Wasser.
  • Glutnester wurden mit vier Löschrucksäcken bekämpft, Wärmebildkamera prüfte Restwärme.
  • Einsatzleitung: Jörg Burghard – Drohne der Feuerwehr Althengstett erkundete die Brandfläche.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Um 17:41 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Aufgrund der Hanglage oberhalb des Badwaldwegs am Wohngebiet Kernen Richtung Eisberg, der hohen Temperaturen und der starken Ausbreitung des Feuers hangaufwärts war ein hoher Personalbedarf erforderlich.

Insgesamt waren rund 65 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. Die betroffene Fläche belief sich auf etwa 200 Quadratmeter. Zur Brandbekämpfung wurden drei C-Rohre eingesetzt. Rund 20.000 Liter Löschwasser, das über einen Hydranten bereitgestellt wurden, waren erforderlich, bis der Brand vollständig abgelöscht werden konnte.

Im Anschluss an die eigentliche Brandbekämpfung mussten die Einsatzkräfte noch vorhandene Glutnester gezielt ablöschen. Hierzu kamen unter anderem vier Löschrucksäcke zum Einsatz. Um verbliebene Wärmequellen aufzuspüren und ein erneutes Aufflammen zu verhindern, kontrollierten die Einsatzkräfte den betroffenen Bereich mit einer Wärmebildkamera.

Auch der Kreisbrandmeister war am Einsatzort

Unter der Einsatzleitung von Jörg Burghard, Kommandant der Feuerwehr Nagold, wurde die Brandbekämpfung koordiniert. Kreisbrandmeister Andre Weiß war ebenfalls vor Ort und unterstützte die Einsatzleitung.

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Zur Erkundung und Kontrolle aus der Luft kam außerdem die Drohneneinheit des Landkreises Calw, gestellt durch die Feuerwehr Althengstett, zum Einsatz. Mithilfe der Wärmebildkamera der Drohne wurde die Brandfläche aus der Luft kontrolliert.

Zu einem Paralleleinsatz gerufen

Am Einsatz beteiligt waren die Feuerwehren aus Nagold und Althengstett sowie die Feuerwehr Bad Wildbad mit dem Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands. Zudem befand sich eine Streife der Polizei an der Einsatzstelle.

Nach Angaben von Stadtbrandmeister Jörg Burghard war das erst der zweite Wald- oder Flächenbrand auf Nagolder Gemarkung in diesem Jahr. Den ersten hatte es nahe Gündringen gegeben. „In der Hinsicht hatten wir in Nagold in diesem Jahr bisher wirklich Glück“, so Burghard.

Der Schaden hat sich in Grenzen gehalten

Im Fall von Donnerstagabend sei es natürlich auch von Vorteil gewesen, dass der Brand schnell gemeldet wurde und die Feuerwehr schnell ihre Arbeit machen konnte. Dadurch hat sich auch der Sachschaden in Grenzen gehalten. Förster Hubert Halter, der ebenfalls am Brandort war, schätzte den Schaden auf eine höhere dreistellige Summe.

Eine zusätzliche Herausforderung ergab sich während des laufenden Einsatzes: Parallel wurde die Feuerwehr Nagold zu einem weiteren Einsatz zur Unterstützung des Rettungsdienstes alarmiert. Dieser Einsatz konnte durch noch verfügbare Kräfte der Feuerwehr übernommen werden.

Kleine Unachtsamkeiten können ausreichen

Die Ermittlungen zur Brandursache hat das Polizeirevier Nagold übernommen. Derzeit liegen laut Angaben der Pressestelle des Polizeipräsidiums Pforzheim aber keine verdichtenden Hinweise auf eine mögliche Vorsatztat vor.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass aufgrund der derzeit
trockenen Witterung bereits kleine Unachtsamkeiten ausreichen können, um Brände
auf Vegetationsflächen
zu verursachen. Offenes Feuer, weggeworfene Zigaretten
oder andere mögliche Zündquellen sollten daher unbedingt vermieden werden.