Bravo-Feelings-Party in Nagold
: Selbst am frühen Morgen will niemand wirklich nach Hause

Mehr als 500 Gäste feierten im Teufelwerk mit Charity Events Nagold eine rauschende Bravo-Feelings-Party. Der Erlös kam krebskranken Kindern zugute.
Von
Aylin Kaya
Oberndorf
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Das Teufelwerk war bis in die frühen Morgenstunden rappelvoll.

Aylin Kaya

Schon auf dem Parkplatz des Teufelwerk-Areals, noch bevor der erste Ton aus den Boxen dröhnte, war klar: Diese Nacht wird keine gewöhnliche Party. Es war ein Magnetfeld – ein Raum voller Energie, voller Farben, voller Menschen, die nicht nur feiern wollten, sondern fühlen. Die Macher von Charity Events schafften es, das Teufelwerk in ein Epizentrum der globalen Musik zu verwandeln.

„Ausverkauft“ bedeutet normalerweise: voll. Aber diese Nacht war übervoll – an Stimmung, an Erinnerungen, an echtem Miteinander. Mehr als 500 Gäste, Generationen gemischt wie eine perfekte Playlist, strömten ins Teufelwerk. Retro-Outfits, Neon-Accessoires, Glitzer, Knicklichter, 90er- und 2000er-Charme.

Der Saal glänzte in diesem ganz eigenen Bravo-Feelings-Look: Discokugeln, aufblasbare Gitarren, Pixel-Herzen, bunte Würfel – alles vibrierte in diesem goldenen Funkenmix aus Nostalgie und Gegenwart. Und mittendrin ein Publikum, das nur eines wollte: tanzen, leben, helfen.

Profis legen ehrenamtlich auf

Auf der Bühne standen keine DJs, da standen Macher. DJ Tash und DJ Nic – beide ehrenamtlich, beide absolute Profis. Ab 21 Uhr bis tief in die Nacht rissen sie das Teufelwerk in Stücke – musikalisch, versteht sich. Ein Hit nach dem anderen, ein Genre-Feuerwerk von Hip-Hop über Eurodance, Pop, Dancehall bis Elektro. Kein Durchatmen, kein Sackenlassen. „Das Publikum mit der Frequenz der Musik und der Bedeutung dieses Events ganz hoch schwingen zu lassen, fühlt sich gigantisch an, das ist pure Liebe“, bemerkte DJ Nic, während er die krassesten Songs aus seiner Setlist mischte.

Auch um 3 Uhr war der Raum noch rappelvoll. Keiner wollte gehen. Und dann: der Überraschungsmoment: Robby the Cook, Gründungsmitglied von Charity Events Nagold, Entertainer mit Seele, gab ein emotionales Solo mit seiner eigenen Stimme. Ein Moment, der den ganzen Saal still machte.

Die beiden DJs leisteten ganze Arbeit.

Foto: Aylin Kaya

Kurz darauf: „Angels“ von Robbie Williams – ein traditioneller Schlusspunkt, der sich wie ein weiches, strahlendes Ende über den Raum legte. Gegen 3.30 Uhr löste sich die Menge langsam auf. Niemand wollte wirklich gehen.

Während der Party dampfte draußen der Foodtruck von Robby the Cook, der mit seinem Sohn Davide Schiliro Teller auf Teller rausgab. Mit seiner Security-Firma war Letzterer auch der Schutzengel des Abends – und sorgte dafür, dass alles friedlich blieb. Die ganze Party war ein Sinnbild dessen, was Charity Events Nagold ausmacht: gemeinsam anpacken, feiern, geben, spenden.

Das Team liefert ab

Helfenden Einsatz gab es zudem von der hadiCommunity, die immer dann auftaucht, wenn es Arbeit, Verantwortung und Struktur braucht. Auch das Teufelwerk-Team lieferte ab: Drinks, Service, Organisation – perfekt.

Und dann kam dieser Augenblick – still, tief, echt. Eine Frau trat auf Patrick Walz zu. Sie erzählte von ihrem achtjährigen Kind. Vom Krebs. Vom Kämpfen. Vom Gesundwerden. Patrick nickte nicht – er fühlte. „Solche Begegnungen tragen uns durch alles“, sagte er später im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. „Gemeinsam Spaß haben, gemeinsam etwas Gutes tun – was gibt’s Schöneres?“

Die Tickets für die Bravo-Feelings-Party waren binnen kürzester Zeit weg, die Veranstaltung seit zwei Monaten restlos ausverkauft. Selbst nach Mitternacht standen draußen noch Menschen Schlange – einige konnten rein, sobald andere gingen. Ein Spendenkässchen stand vor Ort. Cleo Fuhrländer, ein kreativer Kopf des Abends, brachte es auf den Punkt: „Events wie dieses holen die richtigen Menschen zur richtigen Zeit zusammen. Und sie zeigen, wofür wir das alles machen.“

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