Besuch aus Frankreich
: Nagolder Schüler tanzen mit französischen Gästen

Wenn die Worte fehlen, hilft Musik – beim deutsch-französischen Schüleraustausch des Nagolder Otto-Hahn-Gymnasiums trafen die Nationen nicht nur sprachlich aufeinander.
Von
Manuel Virág
Oberndorf
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Bei der Tanz-Party in „Gregors Tanzschule“ versuchten sich die Schüler beim „Linedance“.

Manuel Virág

Musik ist eine Sprache, die wohl auf der ganzen Welt verstanden wird: Gemeinsam mit ihren Gästen aus Frankreich tanzten die Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG) Nagold bis in die Nacht hinein.

Jedes Schuljahr veranstalten die neunten Klassen des OHGs einen Schüleraustausch mit Nagolds französischer Partnerstadt Longwy. In diesem Jahr gibt es jedoch eine Besonderheit.

Neben Longwy nimmt noch eine weitere Schule aus Arles an dem Austausch Teil. Das habe sich spontan dadurch ergeben, dass die Schüler bereits eine Brieffreundschaft mit der südfranzösischen Schule hatten, erklären die Mitorganisatorinnen Stéphanie Caupin,Uta Binanzer und Elisabeth Stimmler.

Aus Frankreich in den Schwarzwald

Im Januar hatten die OHG-Schüler die Partnerstadt Longwy besucht, nun kamen die Franzosen in den Schwarzwald. Im Nagolder Rathaus wurden die Klassen aus Longwy empfangen, die Klassen aus Arles starteten im „YOUZ“ mit einem von den OHG-Schülern vorbereiteten Buffet.

Mit Buffet wurden die Schülerinnen und Schüler im Nagolder „YOUZ“ begrüßt.

Foto: Manuel Virág

„Es freut mich sehr, dass die Schüler hier so nett und herzlich empfangen wurden“, findet Caupin. Sie erhoffe sich, dass die Schüler im weiteren Verlauf der Woche auf einer Wellenlänge bleiben und trotz verschiedener Sprachen Gespräche zwischen ihnen entstehen.

Tanzen wird auf jeder Sprache verstanden

Damit die Schüler neben den eher strikteren Schulbesuchen die Gelegenheit haben, sich auch mal in einer entspannteren Atmosphäre zu unterhalten, organisierten die Lehrer eine gemeinsame Tanzparty in „Gregors Tanzschule“.

Auch die OHG-Schüler, die zwar Lust auf den Austausch hatten, allerdings keinen französischen Partner mehr bekamen, waren eingeladen. „Mal schauen, ob mein Französisch gut genug ist“, lachte Tanzlehrer Gregor Schelp.

Angeleitet von Schelp und Dorit Abele, tanzten die mehr als 50 Jugendlichen zunächst einen „Linedance“. Das ist eine Tanzform, in der die Tänzer in Reihen vor- und nebeneinander eine gemeinsame Choreographie tanzen.

Spaß verstanden die Schüler hier auch ohne Sprache; Das Wirbeln über die Tanzfläche und das gemeinsame Kichern bei einem Fehltritt war Ausdruck genug.

Bei den Franzosen steht diese Woche noch einiges an

Später durften die jungen Tänzer beim „Freestyle“ ihre eigenen „Moves“ zeigen. Dabei war es auch völlig egal ob deutsch oder französisch; den Text von Zara Larssons „Lush Life“ oder dem Eurodance-Klassiker „Cotton Eye Joe“ konnte jeder mitsingen.

Egal ob deutsch oder französisch: Musik wird auf jeder Sprache verstanden.

Foto: Manuel Virág

„Es freut mich sehr, dass sie alle so gut mitmachen“, meint Caupin. Bei Kaltgetränken und ein paar Snacks klang der Abend dann langsam aus. In den kommenden Tagen haben die Gäste aus dem Nachbarland noch einiges vor.

In den nächsten Tagen besuchen sie unter anderem das Schloss Lichtenstein bei Reutlingen und das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart, erzählen die Austausch-Begleiter Lise Perard und Baptiste Fagart.

Am Donnerstag, dem 26. März, geht es für die Schüler dann nach rund einer Woche zurück nach Frankreich.

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