Besuch an der Burgschule Haiterbach
: Sozialcurriculum statt Förderdschungel

Seit Juli ist Thomas Christ neuer Schulleiter der Burgschule Haiterbach. Anlässlich seines Amtsantritts sprach er mit dem Landtagsabgeordneten Carl Christian Hirsch über aktuelle Herausforderungen und die pädagogischen Schwerpunkte der Grund- und Werkrealschule.
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red/pm
Haiterbach
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Beim Gespräch an der Burgschule Haiterbach tauschten sich der stellvertretende Schulleiter Alexander Mungai (von links), Schulleiter Thomas Christ, Bürgermeisterin Kerstin Brenner und Landtagsabgeordneter Carl Christian Hirsch über Lernförderung und gute Rahmenbedingungen für Schülerinnen und Schüler aus.

Beim Gespräch an der Burgschule Haiterbach tauschten sich der stellvertretende Schulleiter Alexander Mungai (von links), Schulleiter Thomas Christ, Bürgermeisterin Kerstin Brenner und Landtagsabgeordneter Carl Christian Hirsch über Lernförderung und gute Rahmenbedingungen für Schülerinnen und Schüler aus.

Burgschule Haiterbach
  • Neuer Schulleiter Thomas Christ kritisiert bürokratische Förderverfahren an der Burgschule.
  • Er fordert mehr Eigenverantwortung bei Sprach-Fit und Schulbegleitungen – Regeln passten oft nicht.
  • Ein Sozialcurriculum entsteht, erste Schritte laufen mit Lobkarten, Fußweg-Aktion und Sozialpreis.
  • Schüler engagieren sich im Mehrgenerationenhaus und bei lokalen Anlässen, Beteiligung über ein Viertel.
  • Berufsorientierung und Wissensmanagement bleiben Schwerpunkte, Abschlüsse über Landesschnitt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gleich zu Beginn kritisiert Christ den wachsenden Aufwand bei Förderprogrammen und Antragsverfahren – etwa bei Schulbegleitungen und dem Programm „Sprach-Fit“.

„Schulen sollten mehr Eigenverantwortung bekommen, sowohl bei Sprach-Fit als auch bei Schulbegleitungen. Oft sind allgemeine Regelungen auf den einzelnen Standort nicht problemlos übertragbar“, betont Thomas Christ.

Auch Carl Christian Hirsch sieht Verbesserungsbedarf: Die bürokratischen Abläufe bänden Kapazitäten in den Schulen, Ministerien und bei der L-Bank. Gesellschaftliche und familiäre Veränderungen stellen auch kleinere Schulen wie die Burgschule Haiterbach vor langfristige Aufgaben. „Wo eine Aufgabe strukturell und dauerhaft anfällt, sollte auch über eine beständige Finanzierung nachgedacht werden“, erklärte der CDU‑Landtagsabgeordnete. Eine solche Überprüfung bei jeglichen Förderprogrammen sei im Koalitionsvertrag vorgesehen.

Sozialcurriculum und Berufsorientierung

An der Burgschule soll ein Sozialcurriculum entwickelt werden, das Regeln und Inhalte des sozialen Miteinanders verbindlich, aber altersgerecht vermittelt. Erste Maßnahmen wie Lobkarten, die Aktion „Zu Fuß zur Schule“ und ein gemeinsam mit der Stadt Haiterbach eingeführter Sozialpreis wurden bereits umgesetzt.

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Dabei engagieren sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 unter anderem im Mehrgenerationenhaus, beim Volkstrauertag oder beim Kirchenkaffee. „Von rund 40 Schülerinnen und Schülern beteiligt sich bereits mehr als ein Viertel“, berichtet Christ.

Auch die Berufsorientierung bleibt ein Schwerpunkt. Zudem wurde ein Wissensmanagement für das Lehrerkollegium eingeführt. Christ verwies außerdem auf die erfreuliche Entwicklung der schulischen Leistungen: Die Notendurchschnitte beim Hauptschulabschluss lägen deutlich über dem Landesdurchschnitt.

Hirsch betonte die Bedeutung der Burgschule als Grund- und Werkrealschule für Haiterbach und die umliegenden Gemeinden: „Die Burgschule ist eine hervorragende Schule an einem zentralen Standort und bietet insbesondere im Bereich der Sekundarstufe ein wichtiges Bildungsangebot für die Region.“

Alle Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Schulträger und Politik entscheidend für gute Bildungsbedingungen ist.