Altensteiger Nachwuchsforscher: Sören Rommel schließt Forschungsstipendium erfolgreich ab

Erfolgreicher Abschluss am Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart: Fabian Geißler, Sören Rommel und Oliver Scheel, Leiter des Projekts „Simulierte Welten“, vor dem HLRS-Supercomputer HUNTER.
Kai Rommel- Schüler Sören Rommel schloss das HLRS-Stipendium „Simulierte Welten“ erfolgreich ab.
- Er präsentierte mit seiner Gruppe am HLRS die Ergebnisse zur Modellierung von Krankheitsausbreitung.
- Grundlage waren u. a. SIR-Modelle und Optimierungsalgorithmen – umgesetzt in einem interaktiven Dashboard.
- Der Mathe-Leistungskurs nutzte das Dashboard und arbeitete praktisch mit Simulationen.
- HLRS unterstützt das Projekt und baut KI-Kapazitäten aus: eine „AI Factory“ sowie einen neuen Supercomputer.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein Schuljahr lang hat Sören Rommel aus der Kursstufe 1 des Christophorus-Gymnasiums Altensteig zusätzlich zum Unterricht geforscht, programmiert und mathematische Modelle untersucht. Am 28. Juli schloss er nun das Förderstipendium „Simulierte Welten“ erfolgreich ab. Bei der Abschlussveranstaltung am Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) stellte er gemeinsam mit seiner Projektgruppe die Ergebnisse der mehrmonatigen Arbeit vor.
Im Mittelpunkt des Projekts stand die simulationsbasierte Modellierung der Ausbreitung ansteckender Krankheiten. Die Gruppe beschäftigte sich damit, wie sich Infektionen innerhalb einer Bevölkerung entwickeln und wie verschiedene Einflussgrößen in einem Computermodell berücksichtigt werden können. Ausgehend von grundlegenden epidemiologischen Modellen untersuchten die Jugendlichen unter anderem das SIR-Modell und beschäftigten sich mit Optimierungsalgorithmen.
Die Ergebnisse ihrer Arbeit bereiteten Sören und seine Mitstipendiaten in einem selbst entwickelten interaktiven Dashboard auf. Dieses ermöglicht es, die mathematischen Zusammenhänge und die Entwicklung einer simulierten Krankheitsausbreitung anschaulich nachzuvollziehen. Das Projekt blieb dabei nicht auf das HLRS beschränkt: Auch der Mathematik-Leistungskurs des Christophorus-Gymnasiums konnte mit dem Dashboard (https://claude.ai/public/artifacts/71f224fa-44a1-4560-9c48-ce3f5b4839c5) arbeiten und sich so ganz praktisch mit mathematischer Modellierung, Simulationen und Optimierungsverfahren auseinandersetzen.
Sören auch schon bei „Jugend forscht“ dabei
Sören hatte sich im Herbst 2025 mit einem Motivationsschreiben, einem Lebenslauf, seinem Zeugnis und einem Empfehlungsschreiben seines Fachlehrers und MINT-Koordinators Fabian Geißler um das Stipendium beworben. Er gehörte schließlich zu lediglich zehn ausgewählten Schülerinnen und Schülern, die am HLRS ein eigenes wissenschaftliches Projekt bearbeiten durften. Für ihn war es nicht die erste intensive Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Fragestellungen: Bereits zuvor hatte er erfolgreich an den Wettbewerben „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“ teilgenommen.
Zum Beginn des Stipendiums hatte Sören erklärt: „Ich freue mich darauf, mit Fachleuten zusammenzuarbeiten und meine Ideen in ein echtes Forschungsprojekt einzubringen.“ Mit der Abschlusspräsentation hat er dieses Vorhaben erfolgreich umgesetzt. Begleitet wurde die Gruppe während des gesamten Projekts von Fachleuten des HLRS. Oliver Scheel, der am HLRS das Projekt „Simulierte Welten“ leitet, unterstützte die Jugendlichen bei ihrer Forschungsarbeit.
Gemeinsam mit Wissenschaftlern Simulationen zu entwickeln
Der Ort der Abschlusspräsentation unterstreicht die Besonderheit des Stipendiums: Das HLRS ist eines der drei Bundeshöchstleistungsrechenzentren Deutschlands und eine zentrale Einrichtung der Universität Stuttgart. Mit dem Bildungsprojekt „Simulierte Welten“ ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, gemeinsam mit Wissenschaftlern Simulationen zu entwickeln und Einblicke in die Arbeit mit Höchstleistungsrechnern zu gewinnen.
Zugleich spielt das HLRS eine wichtige Rolle beim Ausbau der europäischen KI-Infrastruktur. Es koordiniert mit HammerHAI eine von zwei deutschen „AI Factories“. Ein neuer, speziell für künstliche Intelligenz optimierter Supercomputer wird am HLRS installiert und soll insbesondere Start-ups, kleinen und mittleren Unternehmen, Industrie und Forschung mit leistungsfähigen und sicher betriebenen Rechenkapazitäten unterstützen.
Für das Christophorus-Gymnasium ist Sörens erfolgreicher Abschluss ein herausragendes Beispiel dafür, wie schulische Begabtenförderung jungen Menschen den Weg zu anspruchsvollen wissenschaftlichen Erfahrungen eröffnen kann. Die Fachschaft Mathematik, das MINT-Team und die gesamte Schulgemeinschaft gratulieren ihm zu dieser besonderen Leistung.