750 Jahre Ebhausen: Zehn Szenen machen Ortsgeschichte lebendig

Inzwischen wirken 24 Personen an dem Jubiläums-Theaterstück mit – manche in Doppelrollen.
Armin Büchler„750 Jahre Ebhausen – ein Streifzug durch die Geschichte“ heißen die insgesamt zehn Szenen, die lebendig vom Beginn der Erstbesiedlung über die Kreuzzüge, den Dreißigjährigen Krieg und die Entwicklungen des Industriezeitalters bis in die Gegenwart des Ortes führen. Bereits vor zwei Jahren war die Gemeinde auf den Heimat-und Geschichtsverein „Forum“ mit der Anfrage zugekommen, einen speziellen kulturellen Abend zu gestalten. Connie Hildebrandt-Büchler, zweite Vorsitzende des “Forum“, hatte dann die Idee, die prägendsten Ereignisse aus der Geschichte des Ortes in Szene zu setzen, wobei neben den Darstellenden möglichst viele Vereine und Gruppierungen miteinbezogen werden sollten.
So begann sie die Recherche in Archiven der Ortsgeschichte, tüftelte, begann zu schreiben und entwickelte nach und nach mehrere Szenen, wobei parallel die Akquise nach möglichen Darstellenden gestartet wurde. Die meisten Szenen sind natürlich auf Schwäbisch – beim Schreiben zunächst nicht so einfach für die in Pirmasens gebürtige Wahl-Ebhäuserin, die das Theaterprojekt seit Monaten rein ehrenamtlich mit realisiert. Von Anfang an im Boot: Theaterpädagogin Sylvia Kadner aus Rotfelden, die die Regie und gesamtkünstlerische Leitung übernommen und auch einige Szenen geschrieben hat. Ihre große dramaturgische Erfahrung bringt die Arbeit am gemeinsamen Projekt gut voran.

Connie Büchler (links), Sylvia Kadner (rechts) und Tanzgruppenleiterin Ute Römer-Lissel diskutieren über eine Szene.
Foto: Armin BüchlerMit den Proben einzelner Szenen begannen die nun 24 Mitwirkenden im Alter von 14 Jahren bis etwa Ende 70 im Januar 2025, und so konnte man bereits zum Festakt im April die erste Szene - „Erstnennung – was in Constantia geschah“ - präsentieren.
Mitwirkende sehen, wie das Projekt wächst
Nach den bisherigen mehrmals wöchentlichen Proben einzelner Szenen startet man nun in die Durchlaufproben, so dass teilweise auch sonntags mehrere Szenen am Stück geprobt werden. Das ermöglicht den Mitwirkenden, das große Ganze des (Mehrgenerationen-) Theaterprojektes entstehen zu sehen.

1968 wurden auch in Ebhausen Hippies gesichtet.
Foto: Armin BüchlerAlle kümmern sich gemeinsam um Kostüme, Ausstattung, Requisiten, wobei auch Silvester Keller, Regisseur des Nagolder Bürgertheaters und von „Vorhang auf!“, aus dem dortigen Fundus unterstützt. Das Team freut sich, dass sogar Pfarrer David Gareis, eben in der Rolle als Pfarrer, mit von der Partie ist, und dass zahlreiche Gruppierungen mitwirken: Die Tischharfen-Gruppe unter Katrin Bangert und Dorothee Eppler-Meißner, die Flößer Martin Spreng und Horst Weinaug, die Tanzgruppe von Ute Römer-Lissel, das Vokalensemble „Inspiration“ unter Peter Eisele und die Trommelgruppe unter Michael Krüger. Diese Beteiligung bereichert den szenischen Bilderbogen zur Ebhäuser Geschichte, bei dem einige Darstellende in Mehrfachrollen auftreten.
Es gibt durchaus noch viel zu tun für das Team vom historischen Theaterprojekt, zumal nun die Urlaubszeit beginnt und daher die Probenpläne immer wieder neu koordiniert werden müssen. Am Samstag, 18. Oktober, ab 19 Uhr und Sonntag, 20. Oktober, ab 15 Uhr wird das Theaterstück in zehn Szenen dann in der Gemeindehalle Ebhausen aufgeführt – man darf durchaus gespannt sein!