Wirtschaft im Fokus
: Die Schweizer Konjunkturaussichten hellen sich überraschend auf

Vor allem die Chemie- und Pharmaindustrie boomt trotz des bereits starken zweiten Quartals.
Von
sda
Basel
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Die Chemie- und Pharmabranche

Die Chemie- und Pharmabranche trägt zur positiven Entwicklung der Wirtschaft bei.

Erick Kaglan/AP/dpa
  • Schweizer Konjunktur hellt sich auf, KOF-Barometer steigt im September auf 109,1 Punkte.
  • Vormonat auf 107,5 Punkte revidiert – höchster Stand seit fünf Jahren, Schwelle liegt bei 100.
  • Werte über Erwartungen: Ökonomen rechneten mit 105,0 bis 106,9 Punkten.
  • Chemie- und Pharmaindustrie boomt; KI-Ausbau beflügelt Wirtschaft und Handel.
  • Indikatoren für Industrie, Dienstleistungen und Bau stark, Auslandsnachfrage schwächer.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Schweizer Konjunktur nimmt Fahrt auf. Laut dem Konjunkturbarometer des KOF Instituts haben sich die Wirtschaftsaussichten im September erneut deutlich verbessert und die Erwartungen der Ökonomen deutlich übertroffen. Im September 2026 stieg das KOF-Konjunkturbarometer um 1,6 Punkte auf 109,1 Punkte, wie das KOF Institut der ETH Zürich am Dienstag mitteilte. Dabei wurde der Vormonatswert vom August um 0,8 Punkte auf 107,5 Punkte nach oben korrigiert. Das ist der höchste Stand seit fünf Jahren.

Damit hat sich der Frühindikator nach dem Rückfall im März auf 95 Punkte weiter erholt. 100 Punkte markieren die Wachstumsschwelle. Das September-Barometer fiel deutlich über den Erwartungen aus. Von AWP befragte Ökonomen hatten mit Werten zwischen 105,0 bis 106,9 Punkten gerechnet.
Die Experten zeigten sich angesichts der hohen Ölpreise und des schwierigen geopolitischen Umfelds denn auch überrascht von der starken Schweizer Wirtschaft. „Letztlich ist der Welthandel von den US-Zöllen doch weniger betroffen als befürchtet“, sagte Karsten Junius, Chefökonom der Bank J. Safra Sarasin, auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Vor allem die Chemie- und Pharmaindustrie boome trotz des bereits starken zweiten Quartals. Auch der Ausbau der KI-Infrastruktur führe global zu einer deutlich stärkeren Wirtschafts- und Handelsaktivität.  Laut Ökonomen der UBS zeigt das KOF-Barometer zudem, dass sich die
Schweizer Uhrenindustrie weiter erholt. Obwohl es von Monat zu Monat aufgrund der globalen Unsicherheiten Schwankungen geben könne, deuteten die Resultate insgesamt auf eine allmähliche
Normalisierung in der Branche hin.

„Die Aussichten für die Schweizer Konjunktur zeigen sich weiterhin günstig“, schreiben die Ökonomen des KOF Instituts selber. Positiv entwickelt haben sich insbesondere die Indikatoren des verarbeitenden Gewerbes, der Dienstleistungen sowie des Baugewerbes. Etwas zurückstecken mussten hingegen die Indikatoren der Auslandsnachfrage sowie der Finanz- und Versicherungsdienstleister.