Wenig Infos in Rheinfelden: Ein neuer Funkmast im Gewann „18 Jaucharten“

Ein neuer Mobilfunkmast ist in Rheinfelden errichtet worden.
Heinz VollmarDer Bau eines neuen stählernen Mastes im Gewann „18 Jaucharten“ auf freiem Feld zwischen Warmbach und Herten wirft Fragen auf. Mehr oder zufällig entdeckt wurde der Bau des stählernen Mastes auf einem Gelände nördlich des Fuß-und Radwegs zwischen Warmbach und Herten.
Zu sehen waren Arbeiter, die auf der Spitze des Mastes arbeiteten, während am Boden ein Firmenfahrzeug mit spanischem Kennzeichen stand. Fragen, um was es sich konkret beim Bau des Mastes handelt konnten nicht beantwortet werden. Über eine Aufschrift auf dem Fahrzeug (www.semi.de) konnte die Firma SEMI Engineering Germany in München ausfindig gemacht werden, um von dort Antworten nach dem Hintergrund des Mastenbaus zu erhalten.
Eine Dame erklärte daraufhin, dass die Firma einen spanischen Hintergrund habe und es daher auch folgerichtig sei, dass an der Baustelle für den Mast ein Fahrzeug mit spanischem Kennzeichen vorzufinden ist. Sie verwies trotz mehrfachen Nachfragen vielmehr auf ein Unternehmen namens ATC Germany Services in Ratingen und auf den für den Mastenbau zuständigen Projektleiter.
Doch auch der zuständige Projektleiter ist seither weder telefonisch noch per Mail erreichbar. Und so blieben bislang auch Anfragen an den Projektleiter trotz mehrfacher Anstrengungen unbeantwortet. Die Dame des Unternehmens SEMI Engineering Germany teilte indes mehrfach auf Anfrage mit, dass sie in der Angelegenheit nichts sagen dürfe. Vielmehr berief sie sich darauf, dass die Firma SEMI Engineering GmbH im Auftrag des Unternehmens ATC arbeite.
Wenige Informationen gab es von Seiten der Stadt erst nach einigen Tagen. Darin heißt es „wie die Baurechtsabteilung mitteilte, wurde am 24. Oktober 2024 der Neubau eines Mobilfunkmastes mit einer Höhe von etwa 50 Metern im Gewann „18 Jaucharten“ auf der Gemarkung Rheinfelden genehmigt. Die Bauherrschaft des Mobilfunkmastes ist Eigentümerin und Betreiberin von passiver Infrastruktur für Mobilfunkanlagen und stellt ihre Mast- und Dachstandorte verschiedenen Mobilfunknetzbetreibern für die Anbringung ihrer Mobilfunkanlagen zur Verfügung. Hierdurch soll der Ausbau einer flächendeckenden LTE-Versorgung gewährleistet und der Weg für das 5G-Mobilfunknetz bereitet werden.
Für viele Passanten, die alltäglich das Warmbacher Sträßlein nutzen sind die Antworten bezüglich des „Funkmastes“ unbefriedigend. Mit Kopfschütteln reagieren viele auch über das Verhalten der beteiligten Firmen, die ohne etwas Konkretes mitzuteilen auch Verschwörungstheorien heraufbeschwören. Schließlich sei erst vor wenigen Wochen in unmittelbarer Nähe zum Autobahnzoll in Rheinfelden ein weiterer Funkmast erstellt worden. Trotz der Antwort der Stadt bleiben daher einige Fragen unbeantwortet. Auf Nachfrage beim Stadtteilsprecher von Rheinfelden-Warmbach, Dieter Wild, wunderte sich dieser nicht nur über einen unbekannten Gewann-Namen „18 Jaucharten“, sondern auch darüber, dass die Baurechtsbehörde der Stadt im Rahmen der Baugenehmigung nicht mehr über den genauen Zweck des Mastenbaus erfahren konnte.