Weil am Rhein: Wo die Weiler Rollstuhlfahrer auf Schwierigkeiten stoßen

Christine Riesterer-Breier und Markus Kranz von den Rollifreunden mit SPD-Gemeinderat Matthias Dirrigl
zVg/Stefan ReineltDer in der Vorweihnachtszeit durchgeführte Kuchenverkauf des SPD-Ortsvereins wurde zu Gunsten des Vereins „Rollifreunde Weil am Rhein“ durchgeführt.
Nun trafen sich Matthias Dirrigl, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Weiler Gemeinderat und Stefan Reinelt, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins zur Spendenübergabe mit Christine Riesterer-Breier, Vorsitzende der Rollifreunde und Markus Kranz, dem Kassierer des Vereins.
„Die Weiler Rollifreunde setzten sich seit ihrer Gründung im Jahr 2012 nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern auch generell für Menschen mit Behinderungen in Weil ein.
„Wir freuen uns, mit dem Erlös des Kuchenverkaufs von 250 Euro die wichtige Arbeit des Vereins etwas unterstützen zu können“, führte Reinelt aus, „Aber es ist uns auch ein Anliegen, mehr über die Probleme und Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern zu erfahren und diesen mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.“
Auf die Frage, wie sich der Alltag von Rollstuhlfahrern in Weil verbessern ließe, wurde die zu geringe Anzahl öffentlicher behindertengerechter Toiletten in Weil als großes Problem genannt. „Das schränkt die Selbstständigkeit stark ein“, so Riesterer-Breier.
Zu wenig behindertengerechte Toiletten
Zwar seien in den vergangenen Jahren einige solcher Toiletten hinzugekommen, doch seien es insgesamt noch deutlich zu wenig, und auch seien die vorhandenen Toiletten nicht alle durchgängig geöffnet beziehungsweise durch den sogenannten Euroschlüssel für alle Rollstuhlfahrer zugänglich.
Weitere solche Toiletten, beispielsweise im Bereich vom Berliner Platz wären nicht nur für Rollstuhlfahrer eine Hilfe. Schwierig seien für Rollstuhlfahrer auch oft Restaurantbesuche oder der Besuch von Veranstaltungen aufgrund von fehlenden Rampen oder zu engen Durchgängen.
Wohnraumsuche ist schwierig
Auch die Suche nach geeigneten Wohnraum stelle für Rollstuhlfahrer eine immense Herausforderung dar. „Das zeigt wie wichtig es ist, den sozialen Wohnungsbau zu stärken“, griff Dirrigl diesen Punkt auf. Aber nicht nur beim Wohnungsbau, auch bei anderen öffentlichen Bauvorhaben sei es essenziell, bereits bei den Planungen im Vorfeld besondere Bedürfnisse zu berücksichtigen.
„Hier werden wir bei unserer Arbeit im Gemeinderat in Zukunft noch mehr darauf achten“, versprach Dirrigl und bedankte sich erneut für das Engagement des Vereins, den Menschen mit Behinderungen in Weil am Rhein eine Stimme zu geben.