Weihnachtsmarkt-Efringen-Kirchen
: Fröhliches Markttreiben an vielen Ständen

Plätzchen, Punsch, Posaunenklänge hieß es beim Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz. Zu kaufen gibt’s auch Bürgermeisterinnen-Marmelade.
Von
Ines Bode
Efringen Kirchen
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Mit Eifer bei der Sache: Die Jüngsten boten seltene Steine an.

Ines Bode

Schlag sechzehn Uhr kam plötzlich Bewegung ins Festgetümmel auf dem Rathausplatz: Es hieß, der Nikolaus sei gesichtet worden – wenige Minuten später zog der rotbefrackte Gast bei seiner Antrittsrunde über den Weihnachtsmarkt eine riesige Schar Kinder hinter sich her.

Es muss sich um einen jüngeren Nikolaus gehandelt haben, denn statt gemächlichen Schrittes über die Festmeile voller Stände und Besucher ging es im Eiltempo an den zugedachten Platz, den einzigen, der nicht vom Publikum belegt war.

Im Handumdrehen baute sich eine erwartungsvolle Schar durchweg braver Kinder vor ihm auf, um eine Gabe zu empfangen. Verteilt wurden Mandarinen und Schokolade, wussten die Standbetreiber von „Hutti e. V.“ zu berichten. Der Auftritt des Nikolaus, einbestellt von der Gemeinde, sorgte dafür, dass der Backstand des Vereins völlig verwaist war.

Kinderhände formen Teig-Figuren

Eben hatten hier noch Kinderhände Teig geknetet, Figuren geformt und auf Kuchenbleche verteilt. Das Ganze wanderte in einen XXL-Pizzaofen und das knusprige Ergebnis in Tüten für daheim. Den Ofen hatte netterweise ein Privatmann herbeigeschafft, gibt Michael Frey, der erste Vorsitzende des FC Huttingen, Auskunft.

Am Stand „Hutti e.V.“ ist an diesem Tag alles umsonst, darunter coole Trinkflaschen, aber wer die Aktion zugunsten des Kinder- und Jugendschutzes unterstützen wollte, konnte die Spendenkasse füllen. Eine Seite des Stands war mit einer Parade Marmeladengläser bestückt, beigesteuert von Bürgermeisterin Carolin Holzmüller.

Bürgermeisterin kocht Marmelade

„Selbstgekocht“, sagt sie und empfiehlt die Sorten „Quitten-Kürbis“ oder „Heidelbeer-Banane“. Zur Nachfrage, ob sie immer noch oder schon wieder auf dem Weihnachtsmarkt sei, verweist sie auf ihr Büro. Dort schaue sie zwischendurch nach dem Rechten. Auch Einkäufe habe sie getätigt, wie viele der Besucher, die sich aus allen Ortsteilen einfanden – aus Richtung Istein nicht wenige zu Fuß.

Um elf Uhr ist die dritte Auflage des Weihnachtsmarkts eröffnet worden. Der Posaunenchor hatte gespielt, und Vertreter der katholischen, evangelischen sowie der Chrischona-Gemeinde waren anwesend. Pfarrer Martin Karl hat eine Geschichte gelesen.

Nach und nach füllte sich der Markt, um am Nachmittag mit einem proppenvollen Festplatz zu punkten. Die Mädchen der Tanzgruppe des TuS trugen zur Unterhaltung bei. Auch die kleinen Tänzerinnen waren von einer dichten Menschentraube umringt.

Warteschlangen, mal länger, mal kürzer, bildeten sich vor jeder Bude. Mehrere Vereine waren mit von der Partie, etwa die Volleyballer, die Glühwein und Chili anboten. Der dampfende Kessel war am Nachmittag halb leer gefuttert. Auf den nächtlichen Teil des Markts setzte auch Daniela Kories. Dann kommen ihre Leuchtobjekte so richtig zum Funkeln, sagt die Verkäuferin. Als Ausgleich fertige sie Deko-Sachen an. Mutter und Tochter hatten mit einem Tisch voller Weihnachtsartikel eine der schönsten Auslagen.

Die Geschäfte laufen gut

Witzig war das Motto am Wagen der „Beschwipsten Forelle“. Ein freundschaftlich verbundenes Quartett aus Istein, „und ganz viele Kinder“ frönen dem Angeln als Hobby. Eigens zu dem Anlass des Weihnachtsmarktes sei der Wagen gebaut worden, sagt Stefan Mühlhans. Veräußert wird Glühwein und Räucherfisch. Die Geschäfte laufen gut, die Nachfrage steige, heißt es hier wie anderswo.

Eine Hobbyfee aus der Lörracher Homburg-Siedlung beschriftet alles nach Wunsch: Ob Holz oder Metall. Auf einem Tortenheber steht: „Du bist mein Sahneschnittchen“. Ein paar Meter weiter zeigt eine Aktion zur Unterstützung der Krebshilfe Präsenz.

Auf Initiative von Greti und Martin Brändlin aus Huttingen wurde ein Basteltisch für Kinder und ein kulinarischer Stand organisiert. Interesse erzeugt ein kleiner Tisch voller Steine, deren faszinierendes Innenleben zu bestaunen sind. Die Achate-Sammlung sei ein Geschenk eines örtlichen Lehrers, heißt es. Überall weihnachtet es ein wenig. Düfte ziehen durchs Gedränge, entspanntes Verweilen ist angesagt, denn der Markt ist noch lange nicht zu Ende.