Wahl des Jugendrats: Stimmen für die Lörracher Jugend gesucht

Drei für Lörrachs Jugend: Valerie Schulze, Benedikt Baum und Mia Chausset (v.l.)
Bernhard KonradDer Jugendrat ist das Sprachrohr der Lörracher Jugend. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gegenüber Politik und Verwaltung, bringt Ideen und Projekte ein und beteiligt sich an kommunalen Entscheidungsprozessen.
„Deine Stimme. Deine Stadt. Dein Jugendrat“
Nun werden neue Stimmen für die Vertreter der Jugendlichen gesucht. Von 12. bis 23. Oktober wird der neue Jugendrat gewählt. Bereits jetzt startet die Verwaltung gemeinsam mit dem Jugendrat eine Informations- und Mitmachkampagne, um engagierte junge Menschen für eine Kandidatur zu gewinnen. Jugendliche zwischen zwölf und 21 Jahren können sich in den kommenden Wochen als Kandidat aufstellen lassen.
Mit der Jugendratswahl wolle die Stadt nicht nur neue Mitglieder gewinnen, sondern auch die Bekanntheit des Gremiums stärken und die politische Beteiligung junger Menschen fördern. Unter dem Motto „Deine Stimme. Deine Stadt. Dein Jugendrat.“ startet die Kommune eine Info-Kampagne über die Aufgaben des Jugendrats. Sie möchte „Hemmschwellen für eine Kandidatur abbauen und Jugendliche motivieren, sich aktiv einzubringen“, heißt es.
„Junge Menschen bringen wichtige Perspektiven und frische Ideen für die Entwicklung unserer Stadt ein. Ich freue mich über jede und jeden, die oder der bereit ist, sich für die Interessen der jungen Generation in Lörrach einzusetzen“, betont Oberbürgermeister Jörg Lutz.
Die Kandidatensuche gestaltet sich schwierig
Indes ist es nach wie vor nicht einfach, Kandidaten für die Wahl zu gewinnen, wie die Jugendratsmitglieder Valerie Schulze, Benedikt Baum und Mia Chausset im Rathaus erklärten. Derzeit treffen sich acht, manchmal neun Mitglieder des Rats, neue Gesichter gäbe es kaum, sagt Chausset. Oft scheiden Ratsmitglieder nach dem Abitur aus, weil sie etwa zum Studium in eine andere Stadt ziehen. Das wird auch in diesem Jahr der Fall sein. Da die Jugendratsmitglieder auf zwei Jahre gewählt werden, sei angesichts der hohen Fluktuation auch ein früher Einstieg, etwa mit 15, 16 Jahren, sinnvoll, sagte Baum.
Schulze ergänzte, dass Jugendliche möglicherweise unterschätzten, dass eine Wahl in den Jugendrat zwar mit ehrenamtlichem Engagement einhergehe, aber auch zur Entwicklung der Persönlichkeit beitrage: „Man bekommt viel zurück.“
Politik erleben und mitgestalten
Zu den Vorteilen einer Kandidatur zähle unter anderem die Möglichkeit, Politik verständlich zu erleben, Projekte mitzugestalten und Lörrach aktiv zu verändern, betont auch die Kommune.
Die Kampagne zur Kandidierendensuche läuft von Juni bis Juli. Neben einer Plakat- und Postkartenaktion setzt die Stadt auf Social-Media-Beiträge, Informationen auf der städtischen Website sowie Gespräche an Schulen und in Jugendtreffs. Zudem finden Schulbesuche mit Infoständen statt.
Informationen zur Jugendratswahl online unter www.loerrach.de/jugendrat
