Verkehr in Lörrach
: Elterntaxis sorgen für Probleme

Die Stadt Lörrach will den Rad- und Fußverkehr weiter verbessern, auch in Brombach. In der Hellbergstraße sorgen nach wie vor Elterntaxis für Probleme.
Von
Thomas Loisl Mink
Lörrach-Brombach
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Radfahrerinnen sind auf einem Radweg unterwegs. Das Land Brandenburg will ein Konzept für den Ausbau des Radwegenetzes erarbeiten. Der ADFC legt jetzt vor.

ARCHIV - 22.06.2020, Sachsen-Anhalt, Halle (Saale): Radfahrerinnen sind auf einem Radweg unterwegs. Das Land Sachsen-Anhalt und die Kommunen haben ein Konzept für den Ausbau des Radwegenetzes erarbeitet. Ziel sind optimal vernetzte, durchgängige Wegeverbindungen mitsamt der entsprechenden Infrastruktur entlang der Strecken. (zu dpa «Neues Konzept für Radverkehr in Sachsen-Anhalt») Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Brombach war der Ausbau des Radverkehrs ein Thema. (Symbolfoto)

Hendrik Schmidt/dpa
  • Lörrach investierte 1,3 Mio. Euro in Rad- und Fußverkehr, 550.000 Euro kamen aus Fördermitteln.
  • In Brombach gibt es Maßnahmen an der Hellbergstraße – rote Radspur und Überholverbot für Autos.
  • Elterntaxis verursachen weiter Chaos vor Schule und Kindergarten, Kontrollen fehlen oft.
  • Vorschläge: Poller wie am Campus Rosenfels und ein Konzept für sichere Schulwege.
  • Geplant sind RS7-Teilstücke sowie die Hartmattenstraße als Fahrradstraße mit besserem Anschluss.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Insgesamt 1,3 Millionen Euro hat die Stadt für die Verbesserung von Rad- und Fußverkehr investiert. 550.000 Euro davon wurden durch Fördermittel finanziert, berichtete Lukas Riesterer im Ortschaftsrat Brombach. Auch hier wurden Maßnahmen umgesetzt.

An der Einmündung der Hellbergstraße in die Lörracher Straße wurde eine rote Markierung für den Radverkehr angebracht, wofür sich eine Zuhörerin ausdrücklich bedankte. An der Engstelle gegenüber wurde ein Schild aufgestellt, das es Autos verbietet, Fahrräder zu überholen. Der Wiesental-Radschnellweg RS7, der durch Brombach führt, wird wegen der enormen Kosten nun nur etappenweise umgesetzt. Geplant ist aber, das Stück zwischen Steinen und Brombach zu verwirklichen, mitsamt einer Abzweigung zum Gewerbegebiet Brombach-Ost.

Was die Räte sagen

In der Diskussion sagte Bernd Bürgelin (Freie Wähler), die Maßnahmen, die man zur Sicherheit im Bereich Hellbergschule und Kindergarten umgesetzt hat, würden kaum etwas bringen. Das Halteverbot interessiere niemanden. „Da ist das gleiche Chaos wie vorher, so lange der Gemeindevollzugsdienst nicht dasteht“, sagte Bürgelin. Die Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen, würden einfach nicht einsehen, was für gefährliche Situationen da entstehen. Hans Spiegelhalter (CDU) schlug vor, die Hellbergstraße mit Pollern abzuriegeln wie am Campus Rosenfels. „Der Schutz der Kinder ist besonders wichtig!“ betonte er.

Lukas Riesterer meinte, eine Verhaltensänderung müsse von den Eltern kommen. Er hatte angesprochen, dass im Rahmen der „Fahrrad- und Fußverkehrsstrategie 2030+“, wie sie neu heißt, auch ein Konzept für sichere Schulwege erstellt wird. Lisa Bürgelin (Freie Wähler) forderte, dass das für die Hellbergstraße auf jeden Fall gemacht werde, bevor der Umbau der Hellbergschule fertig ist.

Ausbau geplant

Die Hartmattenstraße soll zur Fahrradstraße ausgebaut werden. Stefan Kranzer und Cormelia Riesterer (beide Freie Wähler) wiesen darauf hin, dass auch der Anschluss von dort nach Brombach und der Abschnitt beim Kieswerk mitgeplant werden soll. Thomas Böhringer (SPD) berichtet, in der Lörracher Straße sei in der Rush-Hour sehr viel Verkehr. Dadurch sei der Radfahrer-Schutzstreifen oft durch Autos belegt, und diese würden Radfahrer auch häufig mit zu wenig Abstand überholen. Um da etwas zu ändern, gebe es aber nur sehr wenig Spielraum, weil man die komplette Straße neu gestalten und aufteilen müsste, wofür auch der Platz fehlt, sagte Lukas Riesterer.