Untersuchung der Werksdeponie in Grenzach
: BASF startet Untersuchung für Deponie

Ziel der Untersuchung sei es, die Machbarkeit und Wirksamkeit möglicher Sanierungsvarianten für die frühere Deponie an ihrem Standort in Grenzach auszuarbeiten.
Von
red/pm
Grenzach Wyhlen
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Das Landratsamt Lörrach und die BASF haben sich auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt.

Heinz Vollmar

Die BASF startet mit der Sanierungsuntersuchung der ehemaligen Werksdeponie an ihrem Standort in Grenzach, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des Unternehmens sowie des Landkreises Lörrach. Zuvor war in enger Absprache mit dem Landratsamt Lörrach eine Detailuntersuchung von Boden, Grund- und Oberflächenwasser vorgenommen worden.

„Die jetzt vorliegenden Ergebnisse der Detailuntersuchung der Werksdeponie haben gezeigt, dass von der Fläche eine Belastung für das Grundwasser ausgeht und eine Sanierung erforderlich ist. Das Landratsamt Lörrach hat deshalb die BASF Grenzach beauftragt, eine Sanierungsuntersuchung durchzuführen und mögliche Varianten auszuarbeiten“, erklärt Ulrich Hoehler, Erster Landesbeamter im Landratsamt Lörrach.

Ergebnisse und Vorgehen: Das Areal befindet sich außerhalb der Trinkwassergewinnung. „Der Abstrom des Grundwassers wird seit vielen Jahren sehr genau überwacht und wird zudem durch den Betrieb eines nahe gelegenen Werksbrunnens so abgelenkt, dass das Grundwasser nicht in Richtung Rhein abfließen kann“, sagt Ulrich Hoehler. „Um zukünftige Umweltgefährdungen allerdings nachhaltig auszuschließen, ist eine Sanierung notwendig.“

Seit 2016 wird die Werksdeponie detailliert untersucht und erkundet. Das Untersuchungskonzept basiert auf den Vorgaben des deutschen Bodenschutzrechts. In der Detailuntersuchung wurden geophysische Erkundungsmethoden sowie großkalibrige Aufschlussbohrungen, Bodenluftabsaugungen und geohydraulische Untersuchungen durchgeführt. Um die Detailuntersuchung zu vervollständigen und abzuschließen, wurden bis Mitte 2024 mehrjährige ergänzende Immissions- und Langzeitpumpversuche sowie eine abschließende Gefährdungsabschätzung vorgenommen.

Nächste Schritte: Die BASF hat ein Ingenieurfachbüro beauftragt, ein Konzept für die Sanierungsuntersuchung auszuarbeiten und umzusetzen. Nach Abstimmung und Genehmigung der Behörde wird als Folgeschritt in der Sanierungsuntersuchung die Machbarkeit sowie die Wirksamkeit möglicher Sanierungsvarianten ausgearbeitet. So werden voraussichtlich ab Frühjahr 2026 Grundwassersondierungen im Bereich der Werksdeponie erfolgen. Diese dienen dazu, die Schadstofffahne im Grundwasser präzise zu lokalisieren und die Schadstoffkonzentrationen zu bestimmen. Auch werden zusätzliche Immissionspumpversuche umgesetzt. Mit Ergebnissen wird bis Mitte 2027 gerechnet, heißt es.