Traditionsanlass in Basel: Brauchtum trifft Stadtleben: Basel empfängt das 32. Jodlerfest

Gab einen kleinen Vorgeschmack auf das Eidgenössische Jodlerfest: der Jodlerclub Echo Basel.
Michael Werndorff200.000 Besucher, 12.000 aktive Teilnehmer, 700 Helfer, ein Budget von 4,5 Millionen und eine erwartete Wertschöpfung von mehr als 27 Millionen Franken: Das vom 26. bis 28. Juni in Basel stattfindende 32. Eidgenössische Jodlerfest ist ein Anlass der Superlative.
Basel könne sich auf die „drei cheenschte Dääg“ freuen – jedenfalls im Sommer, erklärte Karin Niederberger-Schwitter schmunzelnd. Die Präsidentin des Eidgenössischen Jodlerverbands zeigte sich sehr erfreut, dass das Fest mehr als 100 Jahre nach seiner Gründung wieder in Basel stattfindet. „Die Stadt wird mit Brauchtum, Alphornbläsern, Sängern und Trachten erfüllt sein“, sagte sie im Rahmen der Pressekonferenz im Vorfeld des Großanlasses, der unter dem Motto „Stadt und Land mitenand“ steht. Teilnehmer und Besucher könnten sich auf zahlreiche Höhepunkte freuen.
Festakt am Sonntagmorgen
Zur Tradition von Jodlerfesten zähle der Festakt am Sonntagmorgen, erklärte OK-Präsident Carlo Conti. Auf dem Basler Marktplatz wird ein musikalisches Programm mit vielen Gruppen und Solisten geboten. Besonders eindrücklich seien die Gesamtaufführungen, wenn aus vielen hundert Kehlen und Alphörnern gleichzeitig Lieder ertönten. Und: Nicht fehlen wird beim Festakt das Basler Element. Das sei Conti sehr wichtig: „Mir persönlich ist es ein großes Anliegen, dass die städtische und die ländliche Bevölkerung in der Schweiz gemeinsam ein Fest feiert und sich so gegenseitig Respekt für die unterschiedlichen Formen des Lebens in der Schweiz zollt.“ Der Stadt-Land-Graben werde nämlich immer tiefer. Es fehle an Verständnis und Toleranz für die jeweiligen Lebensentwürfe, monierte Conti. Teilnehmer und Besucher können sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen, kündigte Erik Julliard, Leiter der Geschäftsstelle, an.
Großes Jodlerdorf
Geplant sind ein großes Jodlerdorf auf dem Petersplatz, die Jodlermeile am angrenzenden Petersgraben und der Jodlerberg in den vielen Altstadtgassen. Auf dem gesamten Areal wird es laut Julliard vielfältige gastronomische und kulturelle Angebote geben.
Der Festbetrieb startet am Freitag, 26. Juni, 12 Uhr, die Eröffnungsfeier findet um 14 Uhr auf dem Petersplatz statt. Dann steht auch alles im Zeichen der Bewertungsvorträge in den Kategorien Alphorn, Fahnenschwingen und Jodelgesang. Auch am Samstag zeigen die Teilnehmer im Rennen um gute Noten ihr Können.
Basel verfüge über grandiose Vortragslokale, stellte OK-Vizepräsident Thomas von Arx fest. „Das hatten wir so noch nicht“, freute er sich. Gejodelt wird in Kirchen und Konzertsälen der Basler Innenstadt, die Alphornvorträge werden auf Schulhöfen zu hören sein, und die Fahnenschwinger treten in der Turnhalle des Schulhauses Leonhard auf. Für die Besuche ist ein Armband erforderlich.
Offizieller Festakt
Der offizielle Festakt am Sonntag, 28. Juni, wird auf dem Basler Marktplatz über die Bühne gehen. Den Festabschluss bildet der farbenfrohe Festumzug.
Der Umzug mit 2500 Teilnehmern in über 80 Gruppen mit traditionellen Sujets führt am Sonntagnachmittag mitten durch Basel – vom Münsterplatz durch die Freie Straße über den Marktplatz und die Rheinbrücke bis zum Messeplatz.
Weitere Infos finden Interessierte im Internet unter www.jodlerfestbasel.ch.
