Tier-Auffangstation in Adelhausen
: Rettung für Pfauen und Ponys, Kitze und & Co

Um ausgesetzte, verletzte, misshandelte oder verwaiste Tiere kümmert sich die inzwischen achtköpfige Familie Rosa in ihrer Auffangstation in Adelhausen .
Von
Petra Wunderle
Rheinfelden
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Alexandra Rosa mit Pony Luna und Ziege klein Erna.

Petra Wunderle

Dabei arbeiten Maximiliane Rosa-Strittmatter – kurz Maxi – ihre Mutter Alexandra Rosa und die übrigen Mitglieder der Großfamilie eng mit den Tierheimen Rheinfelden, Weil am Rhein und dem Tierschutzverein Wehr zusammen.

Im Gegensatz zu einem Tierheim, das meist Tiere vermittelt, kann eine Auffangstation Tiere auch dauerhaft aufnehmen – etwa, wenn eine Rückkehr in die Natur, zu den ehemaligen Besitzern, oder die Vermittlung an Dritte nicht möglich ist. Am längsten, nämlich seit über zwei Jahrzehnten, gehören Papageiendame Marie, der ehemalige Straßenhund Alba, das Pferd La Tonga und die Ponys Pünktchen, Elsa, Fly, Luana, Luna und Maja zur Familie. „Die gehören fest zu uns. Sie harmonieren zusammen und haben eine lebenslange Bleibe bei uns“, sagt Alexandra Rosa.

Viel Platz ermöglicht die artgerechte Tierhaltung

Die Familie Rosa/Strittmatter wohnt großzügig in Adelhausen. Dank Stallungen und Freiland ist in dieser ehrenamtlichen Auffangstation eine artgerechte Tierhaltung möglich. Auch die heimischen Jäger arbeiten Hand in Hand mit den Rosas. So kommt es immer wieder mal vor, dass ein verwaistes Rehkitz abgegeben und mit der Flasche großgezogen wird.

Manche bleiben, manche werden ausgewildert

Aktuell ist wieder Hochbetrieb – es sind einige Findelkinder, die in Adelhausen aufgefangen werden. „Paula und Paul“, das ist ein Pfauenpaar, welches sich sehr wohlfühlt und prächtig gedeiht. Paul kam bereits vor eineinhalb Jahren über den Tierschutz zu den Rosas, vor einem Jahr gesellte sich dann eine Pfauendame aus dem Klettgau hinzu. Gemeinsam haben die beiden nun für Nachwuchs gesorgt. Mit ihren nun elf Wochen könnten die Nachwuchs-Küken nun theoretisch fliegen. „Es heißt, dass sie immer wieder dahin zurückkehren, wo sie gebrütet wurden“, weiß Alexandra Rosa. Trotzdem werden man die Pfauen dieses Jahr aus Sicherheitsgründen nicht ziehen lassen, denn: „Die Gefahr von Füchsen in und um Adelhausen herum ist groß“.

Pfauenmutter Paula mit ihren Küken

Foto: Petra Wunderle

Inzwischen ausgewildert sind hingegen 14 Stockenten, die vom Tierschutz Rheinfelden im Juli an die Dinkelberger Auffangstation gegeben wurden. Ebenfalls wieder in die Freiheit entlassen wurden ein Rabe und ein Star. Blieben hingegen werden jeweils eine Wasser- und ein Landschildkröte, die ebenfalls in diesem Jahr in Adelhausen abgegeben wurden.

„Klein Erna“ wiederum ist eine Drillingsziege aus Brombach. „Die Mutterziege konnte ihr drittes Zicklein nicht versorgen, das haben wir gerne übernommen. Inzwischen ist Klein-Erna groß, munter und frech“, lacht Alexandra Rosa.

Die kleinsten tierischen Familienmitglieder sind Goldfische. Maxi Rosa-Strittmatter kennt ihre Herkunft: „Zuletzt überlebten sie in einem verlassenen Teich mit 40 Zentimeter Wasserhöhe. Jemand hat sie dort ausgesetzt“. Bei den Rosas tummeln sie sich nun wieder in einem mit ausreichend Wasser gefüllten Aquarium.

Was Wildtiere betrifft ist Maxi Rosa Spezialistin: „Ich bin gegen Tollwut geimpft, das ist wichtig.“ Erst vor zwei Wochen fand eine Fledermaus hier Unterschlupf, die offenbar aus Schock nicht mehr fliegen konnte. „Nur einen Tag war sie bei uns unter Beobachtung, dann konnte sie wieder fliegen und ich habe sie in die Freiheit entlassen“.

Familie ist ehrenamtlich im Einsatz und braucht Spenden

Für länger wiederum hat sich ein Zwerghahn neben unzähligen Hühnern auf dem Hof niedergelassen. Dieser musste Schwörstadt wegen Ruhestörung verlassen – in Adelhausen nun kräht kein Hahn danach.

Die Familie kümmert sich ehrenamtlich um die Tiere und ist deshalb auf Futter- und Geldspenden angewiesen.