Theaterpremiere in Lörrach
: Salzertbrettli begeistert mit Kriminalkomödie

Die Premierenvorstellung von „Egidius und das letzte Geheimnis von Rötteln“ des Salzertbrettli war ein voller Erfolg. Das Publikum applaudierte immer wieder nach den Szenen.
Von
Gottfried Driesch
Lörrach
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„Dort geht es zu Ihrem Quartier“ erklärt Pfarrer Dr. Walter Behringer (Giuseppe Russo, links) dem neuen Küster Egidius Lichtenberg (Martin Schade)

„Dort geht es zu Ihrem Quartier“ erklärt Pfarrer Dr. Walter Behringer (Giuseppe Russo, links) dem neuen Küster Egidius Lichtenberg (Martin Schade)

Gottfried Driesch
  • Theatergruppe Salzertbrettli feiert Premiere von „Egidius und das letzte Geheimnis von Rötteln“.
  • Kriminalkomödie mit regionalem Bezug: Schauplatz Kirche Rötteln, Hinweise auf deren Geschichte.
  • Ensemble überzeugt mit bewegter Inszenierung, passendem Bühnenbild und Toneinspielungen.
  • Figuren suchen nach einem Geheimnis – gefunden werden u. a. eine Goldmünze und eine Inschrift.
  • Vorstellungen bis zum 28. November im Max-Josef-Metzger-Haus; Erlös unterstützt „Streetkickers 39“.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Nach einjähriger Pause der Theatergruppe „Salzert Brettli“ war es am Samstag wieder so weit. Zu der Kriminalkomödie „Egidius und das letzte Geheimnis von Rötteln“ hob sich der Vorhang zur neuen Spielzeit. Das Stück stammt erneut aus der Feder von Martin Schade, der nach „Ein Jackpot auf Abwegen“ im Jahr 2023 wieder ein eigenes Werk auf die Bühne brachte. Es hat einen regionalen Bezug zu Lörrach und Rötteln. Ganz nebenbei erfährt der Zuschauer auch einiges über die Geschichte der Kirche Rötteln.

Schon das Bühnenbild von Günter Lörracher und Ferdinand Schledowitz ist eindrucksvoll. Mit Liebe, Einfühlungsvermögen und Können wurde die Dekoration gestaltet. Als sich der Vorhang öffnete, brandete spontan Applaus auf.

Alle haben ein Geheimnis

Der Regen prasselt hörbar, als Egidius Lichtenberg (Martin Schade, präsent und beweglich) bei Dunkelheit in Rötteln eintrifft. Er ist aus Flensburg angereist, um eine Stelle als Kirchendiener anzutreten. Er wird von Pfarrsekretärin Hildegard Wassmer (Gabi Nicklas als grandioser Gegenpol zu Egidius) betont kühl empfangen. Rasch merkt man die Spannungen und das Misstrauen, das sich die Beiden zunächst entgegenbringen. Nur Pfarrer Dr. Walter Behringer (Giuseppe Russo, sehr verbindlich) ist zunächst freundlich. Aber auch er birgt ein Geheimnis.

Merkwürdig ist, dass sowohl die Putzfrau Heiderose Burger (Ines Schmidt mit Staubwedel und Putzeimer), die Vorsitzende des Kirchengemeinderats, Katharina Freifrau von Stein (Uta Schwab, resolut und undurchsichtig) als auch die Leiterin des Kulturamtes in Lörrach, Sylvia Peters (Gaby De Maat) zu den unmöglichsten Zeiten in der Kirche auftauchen, um irgendetwas zu suchen. Klarheit und Aufklärung soll Kriminalhauptkommissar Kevin Hils (Fritz Ungemach im Trenchcoat) bringen.

Egidius und Hildegard tun sich zusammen und finden zunächst eine alte Goldmünze, die ihnen Rätsel aufgibt. Auf der Rückseite des Fenstersimses steht eine alte Inschrift – führt die zu der Lösung des Geheimnisses? Auf der Suche nach weiteren Wertgegenständen machen sie in der Krypta der Kirche eine Entdeckung... Wie sich aber das Geheimnis letztlich aufklärt - bleibt an dieser Stelle ein geheim.

Überzeugende Inszenierung

Martin Schade hat das Stück passgenau auf die ihm zur Verfügung stehenden Schauspieler geschrieben. In der Personenführung setzt er als Regisseur auf große Beweglichkeit. Auf der Bühne ist immer etwas los. Besonders Gabi Nicklas und Martin Schade laufen zur Höchstform auf.

Untermalt wird das Stück durch zahlreiche thematisch passende Toneinspielungen (Christian Knospe & Michael Scheibel). Die unterschiedlichsten Situationen wechseln sich permanent ab. Die meisten Charaktere sind trefflich besetzt. Um der Inszenierung Leben einzuhauchen, finden mehrere Auftritte durch den Zuschauerraum statt. Gebannt verfolgten die Zuschauer das turbulente Geschehen und dankte mit einem langen Applaus.

Traditionell wird der Reinerlös der Premierenvorstellung für einen wohltätigen Zweck gespendet. Heuer wird „Streetkickers 39“ aus Lörrach unterstützt. Diese 2023 gegründete gemeinnützige soziale Organisation setzt sich für die Chancengerechtigkeit, Sportförderung und Bildung von Kindern und Jugendlichen ein. Spendentöpfe dafür stehen auch während aller Vorstellungen aus.

Infos

Weitere Theatervorstellungen finden bis zum Samstag, 28. November, jeden Freitag und Samstag jeweils um 20 Uhr im Max-Josef-Metzger-Haus, Röttelblick 4, in Lörrach statt. Ferner wird an den Sonntagen 8. sowie 15. November um 17 Uhr gespielt. Eintrittskarten können im Internet unter der Adresse  www.salzert-brettli.de reserviert werden.