Tag des offenen Denkmals: Lörracher Industriedenkmale erkunden

Vom Dreiländermuseum aus geht es zum Tag des offenen Denkmals auf das frühere KBC-Gelände.
Kristoff Meller- Tag des offenen Denkmals: Führungen zum früheren KBC-Gelände in Lörrach.
- Einführungsvortrag und Rundgang am Sonntag, 13. September, um 10.30 und 15 Uhr.
- Start am Dreiländermuseum, Basler Straße 143 – Modelle und Mühlenareal im Fokus.
- Vortrag am Donnerstag, 3. September, um 19 Uhr in Badenweiler zur frühen Industrialisierung.
- Stadt stellt Broschüre zur Industriegeschichte vor, Empfang endet im Museumshof.
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Unter dem Titel „Frühe Industrialisierung im südlichen Markgräflerland – Eine Spurensuche“ beschäftigt sich Jan Merk, Museumsleiter des Dreiländermuseums Lörrach, in einem Vortrag am Donnerstag, 3. September, um 19 Uhr im Annette-Kolb-Saal des Kur- und Festspielhauses Badenweiler, Schlossplatz 2, mit der Industriegeschichte der Region.
Wenig bekannt sei, dass das südliche Markgräflerland im Raum Lörrach und des unteren Wiesentals schon ab etwa 1750 eines der frühesten Gebiete der Industrialisierung war, das bis heute sichtbare Spuren, auch für die teilweise grenzüberschreitende Infrastruktur, hinterlassen hat, heißt es in der Ankündigung.
Ausgehend von der Textilindustrie und etwa zeitgleich mit der Industrialisierung im Ruhrgebiet oder im elsässischen Mulhouse (Mühlhausen) stand die Region im äußersten Südwesten Deutschlands ganz am Anfang der Industrialisierung, während das sonstige Baden und Württemberg noch stärker landwirtschaftlich geprägt waren und eine Industrialisierung sich erst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte.
Vortrag und Führung auf dem KBC-Gelände
Bei einem Einführungsvortrag und einer Führung zum ehemaligen KBC-Industriegelände geht es dann am Tag des offenen Denkmals selbst am Sonntag, 13. September, um 10.30 und 15 Uhr. Treffpunkt ist am Dreiländermuseum in Lörrach, Basler Straße 143. In der Ankündigung heißt es: Vieles ist zwar verschwunden oder gefährdet, doch heute werden auch einige Denkmale der Industriegeschichte behutsam verändert und neu genutzt.
Unter dem Titel „Lörracher Industriedenkmale im Wandel“ geht es nach einem einführenden Überblick zur Industriegeschichte und an Hand von Modellen im Dreiländermuseum Lörrach auf einem Rundgang zum früheren Mühlenareal.
Stadt druckt Broschüre zu ihrer Industriegeschichte
Dort siedelten sich ab 1753 die spätere Indienne- und Stoffdruckerei Koechlin, Baumgartner & Cie (KBC) an, lange Europas größte Stoffdruckerei, und weitere wichtige Firmen. Zudem wurden Arbeiterwohnsiedlungen gebaut und das ganze Areal war durchzogen von Gewerbekanal und -bahn. Das ehemalige Handdruckgebäude der KBC, heute für die Wirtschaftsförderung und Start-Ups genutzt, zeigt den behutsamen Erhalt alter Architektur.
Mit Hinweisen auf weitere Industrieareale endet der Rundgang mit einem Empfang im Museumshof. Zu diesem Rundgang wird außerdem eine Broschüre der Stadt Lörrach zu ihrer Industriegeschichte vorgestellt.
Einführender Vortrag und Führung werden gestaltet von Jan Merk, Historiker und Leiter des Dreiländermuseums Lörrach, Hubert Bernnat, Historiker und Vorsitzender des Geschichtsvereins Markgräflerland, sowie Marion Ziegler-Jung, Wirtschaftsförderin der Stadt Lörrach.