Surreale Welten in Riehen
: Kunst zwischen Himmel, Weite und Leichtigkeit

Mit „Constellations“ bespielt die Fondation Beyeler in Riehen erstmals ihr erweitertes Ensemble. Dabei erstreckt sich die Ausstellung über die beiden Museumsgebäude sowie den erweiterten Park.
Von
red/pm
Riehen
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«Constellations» führt durch die beiden Museumsgebäude der Fondation Beyeler: das ikonische Beyeler Museum von Renzo Piano und das neue Wyss Museum von Peter Zumthor.

«Constellations» führt durch die beiden Museumsgebäude der Fondation Beyeler: das ikonische Beyeler Museum von Renzo Piano und das neue Wyss Museum von Peter Zumthor.

Mark Niedermann
  • Fondation Beyeler zeigt „Constellations“ in beiden Museumsgebäuden und im erweiterten Park.
  • Beyeler Museum: Fokus auf figurative Kunst in Räumen zu Picasso, Dumas, de Kooning, Hodler, Giacometti.
  • Wyss Museum: Naturbezug mit Monet-Seerosen und Roni Horns Glasarbeit – Licht verändert den Blick.
  • Mittlere Etage betont surreale Positionen, oben dominieren Leichtigkeit, Weite und Himmelsblick.
  • Viele Werke sind Leihgaben, u. a. aus der Sammlung Hansjörg Wyss; neuer Sammlungskatalog erscheint.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Ausstellung eröffnet in beiden Häusern unterschiedliche Perspektiven auf die Werke. Im Beyeler Museum werden diese in einem architektonischen Rahmen präsentiert, der das Erleben von Kunst in der Fondation Beyeler seit 30 Jahren bestimmt. Im Wyss Museum treten sie in einen neuen räumlichen Zusammenhang, wie die Ausstellungsmacher jetzt mitteilen. Die verschiedenartigen Räume verändern den Blick auf die Werke und lassen unerwartete Beziehungen zwischen ihnen entstehen. Zugleich werden mit „Constellations“ erstmals die beiden Museumsgebäude und die sie umgebenden Gärten als zusammenhängendes Ensemble erfahrbar, wie es weiter heißt.

Das Herzstück der Ausstellung bilden die renommierte Sammlung von Ernst und Hildy Beyeler sowie ihre gezielte Erweiterung um Kunst der Gegenwart. Prägend für die Fondation Beyeler ist auch der langjährige Dialog mit ihr nahestehenden Privatsammlungen: Rund die Hälfte der gezeigten Werke sind Leihgaben aus bedeutenden Schweizer und internationalen Sammlungen, die die Ausstellung um selten zu sehende Positionen ergänzen – darunter besonders Arbeiten aus der Kunstsammlung von Hansjörg Wyss, dem Präsidenten der Beyeler-Stiftung und Hauptförderer des Museumsneubaus.

Weitere besondere Leihgaben kommen unter anderem von der Daros Collection, der Easton Foundation, der Calder Foundation, der Collection Hersaint, der Esther Grether Familiensammlung, der Rudolf Staechelin Collection, der Collection Marx sowie der Reuben Collection, welche alle seit vielen Jahren durch Dauerleihgaben eng mit dem Haus verbunden sind.

Natur, Erde und Wasser

Im Erdgeschoss des Wyss Museums ist die Ausstellung geprägt von einem direkten Bezug zur Natur, zur Erde, zum Wasser und zum Park, die es umgeben und die durch die großen Fenster unmittelbar in die Ausstellung hineinwirken. Hier trifft das späte, fast schon die Grenzen zur Abstraktion überschreitende Seerosenbild von Claude Monet auf die zeitgenössische, zwischen 2010 und 2012 geschaffene Glasskulptur Untitled von Roni Horn.

Monet hat das flüchtige Licht, die Spiegelungen des Wassers und die Atmosphäre eines Augenblicks eingefangen. Horn antwortet darauf mit ihren monumentalen, poetischen Glaskörpern in Blau- und Violetttönen, deren Erscheinung sich mit dem wechselnden Licht und der Umgebung verändert.

Die Fondation Beyeler in Riehen hat jetzt neue Ausstellungsräume eröffnet.

Die Fondation Beyeler in Riehen hat jetzt neue Ausstellungsräume eröffnet.

Fondation Beyeler

Die mittlere Etage, die sich architektonisch durch ihre in sich gekehrte Anmutung auszeichnet, lenkt die Perspektive in die Tiefe der menschlichen Psyche. Surrealistische Tendenzen bestimmen hier die Auswahl der Werke. Die Auseinandersetzung der Sammlung mit dem Surrealismus wird durch bedeutende Leihgaben erweitert und umfasst historische ebenso wie zeitgenössische Positionen.

Anlässlich der Erweiterung des Kunstmuseums erscheint eine Neuauflage des Sammlungskatalogs

In der obersten Etage prägt der Blick von oben und in die Ferne den Charakter des Raums, erklären die Macher. Die verbindende Idee für die Auswahl und Präsentation der Kunst ist hier die Kombination von Leichtigkeit, Weite und Himmelsblick.

Fokus liegt auf figurativ arbeitenden Künstlern

Ganz anders präsentiert sich der Teil der Ausstellung in den vertrauten Räumen des von Renzo Piano entworfenen Beyeler Museums. Hier wird der Fokus auf überwiegend figurativ arbeitende Künstler gelegt, von denen einige zu den prägenden Leitfiguren der Sammlung der Fondation Beyeler gehören. Hier zeigt sich die ganze visuelle Kraft der Sammlung, bereichert um Leihgaben, in den Räumen, die Pablo Picasso, Marlene Dumas, Willem de Kooning, Ferdinand Hodler oder Alberto Giacometti gewidmet sind.

Anlässlich der Erweiterung des Kunstmuseums erscheint eine aktualisierte und erweiterte Neuauflage des Sammlungskatalogs, die auch jene Werke einbezieht, die in den vergangenen zehn Jahren in die Sammlung aufgenommen wurden. Einen besonderen Akzent setzt die Publikation dadurch, dass die Künstler selbst zu Wort kommen, heißt es weiter: Aus Briefen, Interviews und eigenen Schriften stammende Zitate eröffnen vielfältige Perspektiven auf künstlerische Arbeitsweisen und Gedanken zur Kunst.