Stimme der Jugend in Lörrach: Das ist der neue Jugendrat

Oberbürgermeister Jörg Lutz (Mitte) mit den neu gewählten Mitgliedern Rodja Lorin Asila, Estelle Rasch und Arthur Lenz (von links) und den scheidenden Jugendratmitglieder Valerie Schulze und Benedikt Baum (rechts)
Barabara Ruda- Lörrach hat einen neuen Jugendrat mit fünf Mitgliedern, die zwei Jahre die Jugend vertreten.
- Gewählt wurden Rodja Lorin Asila, Ludmilla Verena Cybinski, Eos Grissinger, Arthur Lenz und Estelle Rasch.
- OB Jörg Lutz fordert mutige Beteiligung – Projekte wie Neumatt-Brunnwasser und „Communities that care“.
- Fraktionen ermuntern zu Druck: „Geht uns auf den Wecker!“ und klaren Forderungen, etwa für Skaterrampen.
- Wahlbeteiligung lag bei 7,51 Prozent und übertraf die vorige Wahl; Vorsitz wird noch gewählt.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Lörrach hat einen neuen Jugendrat. Oberbürgermeister Jörg Lutz verkündete am Freitagnachmittag im Rathaus die Namen der fünf Gewählten: Rodja Lorin Asila, Ludmilla Verena Cybinski, Eos Grissinger, Arthur Lenz und Estelle Rasch werden in den kommenden zwei Jahren die Interessen der Lörracher Jugendlichen vertreten.
Lutz gratulierte den neuen Mitgliedern, wünschte ihnen Mut und Ausdauer und verabschiedete zugleich den bisherigen Jugendrat mit anerkennenden Worten. „Sie haben einen guten Job gemacht und waren so etwas wie Pioniere“, sagte er. „Sie haben den Boden bereitet für die, die jetzt starten.“
„Unsere Stadt, unsere Ideen, unsere Zukunft“
Junge Menschen sollten erleben, dass ihre Meinung zählt und sie in Lörrach tatsächlich etwas bewegen können, betonte der Oberbürgermeister. Der Jugendrat mache ihre Anliegen sichtbar und bringe wichtige Perspektiven in die Entwicklung der Stadt ein. Gemeinsam mit Gemeinderat und Stadtverwaltung wolle man die Jugendlichen dabei unterstützen, eigene Themen und Projekte voranzubringen. Lutz wünschte sich eine noch stärkere projektbezogene Arbeit und nannte als Beispiele die anstehende Gestaltung des Gebiets Neumatt-Brunnwasser und die Umsetzung der Jugendstudie „Communities that care“.
Dem neuen Sprachrohr der Lörracher Jugend gegenüber Politik und Verwaltung legte er das Motto „Unsere Stadt, unsere Ideen, unsere Zukunft“ ans Herz. „Ihr seid diejenigen, die eure Zukunft gestalten“, gab er den jungen Menschen mit auf den Weg – sei es beim Klimaschutz, bei der Mobilität, bei Freizeitangeboten oder bei der Schaffung neuer Treffpunkte.
Der Appell: „Geht uns auf den Wecker!“
Wie wichtig das Engagement des Jugendrats als Stimme der jungen Generation ist, unterstrichen auch die Vertreter der Gemeinderatsfraktionen. Ihre Botschaft an die neu Gewählten fiel unmissverständlich aus: „Geht uns auf den Wecker!“ verlangten sie einhellig. „Greift couragiert eure Aufgabe auf, wir warten darauf“, ermunterte Fritz Böhler im Namen der Grünen. Ulrike Krämer (CDU) betonte, wie wichtig es sei, dass die Jugendlichen ihre Stimme erheben. Wenn nötig, dürften sie der Politik auch einmal einen „Tritt in den Hintern“ verpassen. Auch Thomas Böringer (SPD) setzt darauf, dass der Jugendrat seine Anliegen mutig vorträgt und aktiv Unterstützung einfordert.
Matthias Lindemer von den Freien Wählern formulierte noch deutlicher: „Geht uns wirklich auf den Sack, sagt, was ihr denkt, bringt eure Inhalte vor!“ Ein Beispiel hatte er auch gleich parat: Wenn ein Oberbürgermeister erkläre, dass 50.000 Euro für eine neue Skaterrampe im Grütt fehlten, erwarte er vom Jugendrat einen entsprechenden Protest.
In den vergangenen zwei Jahren habe sich viel verändert, stellte Benedikt Baum für den scheidenden Jugendrat fest. Bei der internen Kommunikation sieht er noch Verbesserungsbedarf. Arthur Lenz zeigte sich für die kommende Wahlperiode zuversichtlich: „Ich glaub, es wird eine gute Wahlperiode.“
Gewählt wurde der neue Jugendrat vom 12. Oktober bis zum Freitagmittag. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen zwölf und 21 Jahren aus dem Lörracher Stadtgebiet konnten ihre Stimmen sowohl online als auch an weiterführenden Schulen abgeben. Der SAK und die Dieter-Kaltenbach-Stiftung unterstützten bei der Wahl.
Wahlbeteiligung lag bei 7,51 Prozent
Die Wahlbeteiligung bei den rund 5300 Wahlberechtigten lag diesmal bei 7,51 Prozent und fiel damit etwas höher aus als bei der vergangenen Wahl im Jahr 2024, als lediglich 6,79 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten.
Dorothee Mundle zeigte sich erfreut über den Anstieg. „Wir verbuchen ihn als Erfolg“, sagte sie stellvertretend für ihre Nachfolgerin als Jugendreferentin, Laura Dold. Seinen Vorsitzenden wird der Lörracher Jugendrat bei der konstituierenden Sitzung wählen.
