Sterbebegleitung: Hospiz am Buck erhält Erweiterungsbau

Beim Spatenstich zur Erweiterung: (von links) Stefan Reineck (Architekt), Klaus Eberhardt (Oberbürgermeister Rheinfelden), Karin Racke (Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Landkreis Lörrach), Christian Kunde (Vorstand St. Josefshaus), Klauspeter Huck (Vorsitzender Förderkreises Hospiz am Buck), Ulrich Bellot (Vorsitzender des Vorstands der Hospiz-Stiftung Lörrach) und Graziella Scholer (Einrichtungsleitung Hospiz am Buck).
Florian Berndt- Hospiz am Buck baut aus: Die Arbeiten am Erweiterungsbau haben kürzlich begonnen.
- Die Plätze steigen von acht auf zwölf. Vier neue Zimmer sollen mehr Geborgenheit bieten.
- Träger sind St. Josefshaus Herten, Caritas im Landkreis Lörrach und Diakonisches Werk.
- 2014 entstand die Hospiz-Stiftung Lörrach, sie sichert die Hospizarbeit langfristig ab.
- Das Hospiz war 2023 in die Bergstraße umgezogen und kehrt nun ins Quartier am Buck zurück.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Hoch über der Stadt, eingebettet in das Quartier von Stetten, begleitet das Hospiz am Buck seit vielen Jahren schwerstkranke und sterbende Menschen mit Würde, Respekt und großer Menschlichkeit.
Für viele Gäste und ihre Zugehörigen sei es weit mehr als eine Pflegeeinrichtung. Es ist ein Zuhause auf Zeit. Ein Ort der Ruhe, der Nähe und des Lebens bis zuletzt, heißt es in einer Mitteilung aus dem Hospiz am Buck.
Nun beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte dieses Hauses. Nach jahrelanger Planung starteten kürzlich die Arbeiten am Erweiterungsbau des Hospizes. Der feierliche Spatenstich markiere einen bedeutenden Moment – nicht nur für das Hospiz selbst, sondern für die gesamte Region.
Denn der Bedarf an hospizlicher Begleitung wächst stetig, heißt es. Mit dem Erweiterungsbau wird die Zahl der Plätze von derzeit acht auf künftig zwölf erhöht. Vier weitere Zimmer schaffen Raum für Geborgenheit, persönliche Begleitung und eine würdevolle letzte Lebenszeit.
Zur Geschichte des Hospizes am Buck
Die Geschichte des Hospizes begann vor fast einem Vierteljahrhundert. Im Jahr 2002 entstand aus der Agenda-21-Gruppe „Stationäres Hospiz“ der Förderkreis Hospiz am Buck – getragen von der Vision, im Landkreis Lörrach einen Ort zu schaffen, an dem Menschen in ihrer letzten Lebensphase nicht allein sind.
Was damals mit viel Engagement und Herzblut begann, habe sich Schritt für Schritt zu einem Herzensprojekt der gesamten Region entwickelt. Bürger, ambulante Hospizhelfer, Pflegefachkräfte, Mediziner, Theologen, Seelsorger und zahlreiche Unterstützer arbeiteten gemeinsam an einer Idee, die heute aus dem Landkreis nicht mehr wegzudenken ist.
Heute wird das Hospiz von der „Hospiz am Buck gemeinnützige GmbH“ betrieben. Gesellschafter sind das St. Josefshaus Herten, die Caritas im Landkreis Lörrach sowie das Diakonische Werk im evangelischen Kirchenbezirk Lörrach.
Begleitet werden Menschen aus dem gesamten Landkreis Lörrach, dem Landkreis Waldshut sowie dem südlichen Breisgau-Hochschwarzwald. Zum festen Team gehören examinierte Pflegefachkräfte, psychosoziale Fachkräfte, Therapeuten, Seelsorger, eine ärztliche Fachkraft sowie zahlreiche ehrenamtlich Engagierte. Sie schenken Zeit, hören zu, begleiten Angehörige und Zugehörige und sind oft genau dann da, wenn Worte kaum noch ausreichen.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein war die Gründung der Hospiz-Stiftung Lörrach im Jahr 2014, heißt es in der Mitteilung aus dem Hospiz. Sie trägt dazu bei, die stationäre und ambulante Hospizarbeit langfristig finanziell abzusichern und weiterzuentwickeln.
Hospiz-Stiftung Lörrach wurde 2014 gegründet
Dabei geht es nicht nur um finanzielle Unterstützung. Es geht um Vernetzung, um Zusammenarbeit, um das gemeinsame Ziel, schwerstkranken Menschen die bestmögliche Begleitung zu ermöglichen. Wie stark das Hospiz in der Region verwurzelt ist, zeige sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue. Benefizkonzerte, Chöre, Wanderaktionen, Weihnachtsmarktinitiativen oder Spendenaktionen machen sichtbar, wie viele Menschen hinter dieser Arbeit stehen. Das Hospiz lebt von dieser Gemeinschaft.
Im Mai 2023 zog das Hospiz an seinen Übergangsstandort in der Bergstraße 49 A in Lörrach um. Jetzt bereitet es sich auf seine Heimkehr ins altbewährte Quartier vor. Mit dem Erweiterungsbau entsteht nicht einfach nur mehr Platz. Es entsteht mehr Raum für Menschlichkeit. Mehr Raum für Rückzug, Begegnung und Begleitung. Ein Ort, an dem Menschen auch in schwierigen Zeiten Geborgenheit erfahren können.
Besonders groß ist dabei die Freude über die Rückkehr ins vertraute Quartier am Buck. Für viele Beteiligte fühle sich dieser Schritt wie ein echtes Nach Hause kommen an, heißt es in der Mitteilung weiter. Es gehe zurück an den Ort, an dem die Geschichte des Hospizes am Buck verwurzelt ist. So bleibt das Hospiz am Buck auch in Zukunft das, was es seit seiner Gründung vor fast einem Vierteljahrhundert ist: eine Insel der Menschlichkeit.