Stadtentwicklung in Lörrach
: Mehr Freiheit für Planer des Krankenhaus-Areals

Neben Wohnraum soll auf dem Krankenhaus-Areal in Lörrach ein lebendiges Quartier entstehen. Ein Wettbewerb wird angestrebt.
Von
Gabriele Hauger
Lörrach
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Der Umzug des Kreiskrankenhauses (Foto) ins neue Dreilandklinikum ist eine Chance für die Stadtentwicklung.

Der Umzug des Kreiskrankenhauses (Foto) ins neue Dreilandklinikum ist eine Chance für die Stadtentwicklung.

Bernhard Konrad
  • Lörrach plant für das Krankenhaus-Areal ein offenes, zweiphasiges Realisierungsverfahren.
  • Ziel ist ein urbanes Quartier mit bezahlbarem Wohnraum, Freiräumen, Arbeit und sozialen Angeboten.
  • Wettbewerb europaweit anonym – erst Skizzenphase, dann Bearbeitung durch etwa 15 ausgewählte Büros.
  • Erhalt, Umnutzung oder Teilrückbau von Gebäuden bleibt offen, um mehr planerische Freiheit zu geben.
  • Nach Preisgerichten folgen Verhandlungen mit Preisträgern: Beauftragung des bestgeeigneten Büros.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Darüber berät der Ausschuss für Umwelt und Technik in seiner Sitzung am Donnerstag. Vorgeschlagen wird ein städtebaulicher Realisierungswettbewerb. Und: Es soll mehr planerische Freiheiten geben.

Potenzial ausschöpfen

Die Entwicklung des Krankenhaus-Areals soll – wie mehrfach berichtet – insbesondere der Schaffung von bezahlbarem und vielfältigem Wohnraum in Lörrach dienen. Gleichzeitig soll ein urbanes und lebendiges Quartier mit qualitätsvollen Freiräumen, Arbeitsplätzen, sozialen Angeboten und weiteren Nutzungen entstehen, heißt es in der Vorlage.

Ziel der Stadt ist es, das innenstadtnahe Potenzial der Fläche zu aktivieren und einen nachhaltigen, zukunftsfähigen Bestandteil der Stadtentwicklung zu entwickeln. Für die Neuordnung des Krankenhaus-Areals ist daher die Durchführung eines gebietsbezogenen, offenen sowie zweiphasigen städtebaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerbs vorgesehen. Es sei sichergestellt, dass das Verfahren europaweit, rechtskonform, diskriminierungsfrei und transparent abgewickelt werde.

Der Wettbewerb richtet sich an interdisziplinäre Büros oder Teams, die die Fachdisziplinen Stadtplanung (federführendes Büro) und Landschaftsarchitektur und gegebenenfalls Architektur vertreten.

Anonymer Wettbewerb

Der Wettbewerb wird anonym durchgeführt. Die erste Phase ist ein EU-weit, offenes Verfahren mit Skizzeneinreichung. Die Auswahl der Teilnehmer für die Bearbeitungsphase erfolgt durch das Preisgericht, das die eingereichten Kreativbeiträge bewertet und daraus voraussichtlich 15 geeigneten Büros für die zweite Phase bestimmt. Die ausgewählten Büros erarbeiten dann die Wettbewerbsbeiträge. Die Bewertung erfolgt ebenso durch ein Preisgericht. Anhand des Ergebnisses werden die Preisgelder an die Preisträger verteilt.

Im Anschluss wird ein Verhandlungsverfahren mit den Preisträgern durchgeführt. Ziel ist die Beauftragung des bestgeeigneten Büros mit den weiteren Planungsleistungen. Auftragsversprechen sollen die Leistungen zum städtebaulichen Entwurf sein. Es wird vorgeschlagen, einen Grundsatzbeschluss zur Offenheit hinsichtlich des Erhalts beziehungsweise eines möglichen Teilrückbaus bestehender Gebäude zu fassen.

Ziel ist es, den Wettbewerbsteilnehmern ausreichende planerische Freiheitsgrade einzuräumen, um unterschiedliche Entwicklungsperspektiven für das Areal aufzuzeigen und zu bewerten. Die ursprüngliche Grundlage für die weitere Planungen bleibt zwar erhalten.

Im Zuge der Konkretisierung der Wettbewerbsauslobung habe sich indes gezeigt, dass eine größere Offenheit hinsichtlich möglicher Entwicklungsperspektiven geeignet sei, die Qualität des Wettbewerbs zu erhöhen. Den Wettbewerbsteilnehmern soll daher ermöglicht werden, unter Berücksichtigung der vorliegenden Untersuchungen, Rahmenbedingungen und Zielsetzungen unterschiedliche städtebauliche Ansätze für das Areal zu entwickeln. Dies schließt die konzeptionelle Untersuchung des Erhalts, der Umnutzung oder eines möglichen Teilrückbaus einzelner Gebäude beziehungsweise Gebäudeteile ein, sofern dies städtebaulich, funktional, wirtschaftlich und ökologisch begründet werden könne, so der Vorschlag.

Mit dieser Festlegung werde sichergestellt, dass im Wettbewerb keine tragfähigen Lösungsansätze für die zukünftige Entwicklung des Krankenhaus-Areals von vornherein ausgeschlossen werden.

Grün, sozial, zukunftsfähig

Ziel des Wettbewerbs ist die Entwicklung eines urbanen, lebenswerten, zukunftsfähigen sowie grünen und klimaresilienten Quartiers mit hoher Lebensqualität und einer sozialen Durchmischung.