Sprachförderung in Lörrach
: Bürgerstiftung baut Angebot aus

Die Bürgerstiftung Lörrach hat ihr Angebot an Fachberatung für Sprachförderung an Kitas ausgeweitet und personell verstärkt.
Von
red/pm
Lörrach
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Lea Brecklinghaus (links) und Michaela Kern von der Bürgerstiftung Lörrach stellten das Sprachförderungsangebot der Bürgerstiftung Lörrach vor.

Lea Brecklinghaus (links) und Michaela Kern von der Bürgerstiftung Lörrach stellten das Sprachförderungsangebot der Bürgerstiftung Lörrach vor.

Franz Schmider
  • Lörrach: Die Bürgerstiftung erweitert die Fachberatung zur Sprachförderung in Kitas.
  • Grund ist ein Landesprogramm, das Sprachbildung in Kita und Schule deutlich ausbaut.
  • Vorgesehen sind verbindliche Förderung vor der Einschulung und bis zu 4 Zusatzstunden in Klasse 1 und 2.
  • Alle 36 Einrichtungen können eine halbe Stelle finanzieren – Träger reagieren bisher zögerlich.
  • Die Bürgerstiftung stellt mit Lea Brecklinghaus zusätzlich eine Fachkraft ein, neben Michaela Kern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sie will damit dazu beitragen, Kindern in frühen Jahren zu mehr Sprachkompetenz zu verhelfen, die der Schlüssel nicht nur für den weiteren Bildungsweg, sondern für gesellschaftliche Teilhabe sei.

Das Land Baden-Württemberg hat ein neues Programm für Sprachförderung aufgelegt und die Angebote aus den Vorjahren zugleich ausgebaut. Auslöser waren vor allem die Ergebnisse der diversen Bildungsstudien der vergangenen Jahre, die erhebliche Defizite zum Beispiel beim Lesen und beim Sprachverständnis aufgezeigt haben. Das Programm Sprach-Fit sieht unter anderem verbindliche Sprachförderung im Jahr vor der Einschulung und in der Schule bei Bedarf bis zu 4 zusätzliche Sprachförderstunden pro Woche in Klasse 1 und 2 vor. Ein zentraler Baustein ist darüber hinaus die Stärkung der alltagsintegrierten Sprachbildung und Sprachförderung in der Kita, „so wie wir das seit 2010 in Lörrach schon machen“, sagt Michaela Kern, Fachkraft für Sprachförderung bei der Bürgerstiftung. Sie berät, ganz wie es das neue Landesprogramm vorsieht, seit 16 Jahren Sprachförderkräfte in den Lörracher Kitas.

Mit den Mitteln aus dem neuen Programm können neben den bestehenden acht Sprachkitas in Lörrach alle 36 Einrichtungen sich eine zusätzliche halbe Stelle finanzieren lassen. Das entsprechende Interessenbekundungsverfahren ist angelaufen, die Kita-Träger aber seien bisher zurückhaltend. Diese liege nach Einschätzung von Michaela Kern zum einen daran, dass aktuell die meisten Kitas ohnehin Schwierigkeiten hätten, Fachkräfte zu finden. Das Programm sei „außergewöhnlich gut ausgestattet und stehe allen Einrichtungen offen“. Das Land habe wohl die Dringlichkeit des Problems erkannt, was sich auch daran zeige, dass das letzte Kindergartenjahr verbindlich und kostenlos werden solle.

Die Ausweitung des Angebot veranlasste nun die Bürgerstiftung, mit Lea Brecklinghaus eine zusätzliche Fachkraft einzustellen (wir berichten noch).