Spezialkommando angefordert: Mann verschanzt sich in Wohnung und löst Einsatz des SEK in Istein aus

Einsatzkräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) sind am Donnerstag in Istein zum Einsatz gekommen. (Symbolbild)
Marius Becker/dpaEine „größere Einsatzlage“, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt, war am Donnerstag gegen 13 Uhr beendet. Zu diesem Zeitpunkt war ein knapp 50 Jahre alter Mann, der in eine psychische Ausnahmesituation geraten sei, sicher in den Händen des Rettungsdiensts.
Im Ortsteil Istein kam es am Donnerstag im Verlauf des Geschehens zu einem größeren Polizeieinsatz. Zunächst gingen die Polizeibeamten gegen 7 Uhr noch von einer Person in „hilfloser Lage“ aus, wie ein Sprecher der Polizei auf Anfrage mitteilte.
Mann war laut Polizei in einer „psychischen Ausnahmesituation“
Allerdings veränderte sich die Lage vor Ort. Der Mann verschanzte sich „vermutlich aufgrund einer psychischen Ausnahmesituation“, heißt es im Polizeibericht, in einer Wohnung eines Mehrfamilienwohnhauses.
Die Einschätzung: „Zu gefährlich für die örtlichen Polizeikräfte“
„Die Lage vor Ort wurde so eingeschätzt, dass sie zu gefährlich für die örtlichen Polizeikräfte wurde“, erklärt der Polizeisprecher. Aus diesem Grund wurden die Einsatzkräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) verständigt. Zudem sei wohl auch das Gebäude kontrolliert und von weiteren Personen geräumt worden, erklärt der Polizeisprecher.
Der Mann wurde überwältigt und in eine Fachklinik eingeliefert
Die SEK-Beamten konnten letztlich den Mann überwältigen und dem Rettungsdienst übergeben. Er wurde in eine Fachklinik eingeliefert.
Verletzt wurde niemand. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keiner Zeit bestanden, teilt die Polizei mit.
Eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keiner Zeit bestanden
Dass die Situation vor Ort den Anschein eines größeren, womöglich besonders gefährlichen Einsatzes erweckt habe, sei dem Auftreten des SEK geschuldet, erklärt der Polizeisprecher. Die Beamten seien generell mit Masken vermummt, und auch ihre Schutzausrüstung, die für viele Gefahrenlagen geeignet sei, vermittle einen solchen Eindruck. Ferner trete das SEK auch in entsprechender Personenanzahl auf, die im Übrigen aus taktischen Gründen nicht beziffert werde, hieß es bei der telefonischen Nachfrage.
Für die Polizei sei es ein „eher unspektakulärer Einsatz“ gewesen, sagt der Sprecher, wenngleich es für Anwohner und in den Social-Media-Kanälen einen anderen Eindruck gemacht habe.