Spannende Historie
: Vogelperspektive und Einzelschicksale

Die Basler Stadtgeschichte kommt mit ihrem letzten Buch zum Abschluss.
Von
sda
Basel
Jetzt in der App anhören
Ein Beispiel für eine Zäsur in der Stadtgeschichte ist etwa das Chemieunglück von Schweizerhalle am 1. November 1986.

Ein Beispiel für eine Zäsur in der Stadtgeschichte ist etwa das Chemieunglück von Schweizerhalle am 1. November 1986.

Michael Kupferschmidt/Keystone/epa/dpa
  • Basel schließt das mehrjährige Projekt „Stadtgeschichte Basel“ mit einem zehnten Band ab.
  • Das Buch bietet einen thematischen, epochenübergreifenden Überblick und steht für sich.
  • Leitfäden sind Rhein, Stadtwachstum, Disziplin und Ungehorsam sowie der Aufstieg der Bürgerschaft.
  • Weitere Schwerpunkte: Bischofsstadt, Wirtschaft mit Ungleichheiten, Migration, Grenzen, Umwelt.
  • Vogelperspektive und Nahaufnahmen wechseln – „Menschenleben“ und „Spurensuche“ geben Einblicke.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Das mehrjährige Publikationsprojekt Stadtgeschichte Basel kommt zum Abschluss. Nach neun Bänden hat der Christoph Merian Verlag das letzte Buch mit einem thematischen und epochenübergreifenden Überblick veröffentlicht. Dieses soll eine eigenständige Abschlusspublikation sein und Lust darauf machen, die Themen aus den vorherigen Bänden zu vertiefen, wie das Autorenteam in der Einleitung festhält.

Während die ersten acht Bände linear von der Altsteinzeit bis zur Gegenwart führen und sich der neunte Band den Stadträumen widmet, rollt die jüngste Publikation die Geschichte anhand von Leitfäden auf. Diese sind etwa der Rhein, das Wachstum der Stadt, Disziplin und Ungehorsam sowie der Aufstieg der Bürgerschaft. Basel als Bischofsstadt, als globaler Player in der Wirtschaft mit den sozialen Ungleichheiten sowie Migration, Grenzen und Umwelt bilden weitere Schwerpunkte. Ein Beispiel für eine Zäsur in der Stadtgeschichte ist etwa das Chemieunglück von Schweizerhalle am 1. November 1986. Zudem kommt im Buch, das seit Ende Oktober im Handel ist, auch die Selbst- und Fremdwahrnehmung Basels als reiche, Humanisten- oder Museumsstadt
zur Sprache.

Das Autorenteam präsentiert in jedem Kapitel eine Vogelperspektive auf die Stadt als Ganzes wie auch eine Nahaufnahme zu einem bestimmten Ort. Die Rubrik „Menschenleben“ setzt ein biografisches Schlaglicht. Sie erzählt unter anderem von einer keltischen Kindheit, Frauenleben im Mittelalter, einem Jungen aus Kalkutta in Basel des 18. Jahrhunderts und einem jüdischen Flüchtling zur Zeit des Nationalsozialismus.

Die Rubrik „Spurensuche“ erklärt zudem, welche Quellen und archäologischen Funde Aufschluss über die jeweiligen Themen geben. Brigitte Röder, Marcus Sandl und Patrick Kury sowie der während der Arbeit am Buch verstorbene Tobias Ehrenbold haben dieses Überblickswerk mit dem Titel „Eine neue Geschichte der Stadt“ verfasst.

Am Gesamtprojekt der Stadtgeschichte haben sich über 50 Forscher beteiligt. Die Idee dazu kam bereits in den 1980er-Jahren auf und wurde 2011 durch einen Verein und die Universität Basel aufgegleist. Nachdem der Grosse Rat im Jahr 2016 einen Beitrag bewilligt hatte, konnte das Projekt starten.