Solarstrom statt Weihnachtsbäume
: Bei Schwörstadt entsteht die größte Photovoltaik-Freiflächenanlage im Landkreis Lörrach

Sie wird 4,3 Hektar groß und soll Strom pro Jahr für etwa 2000 Haushalte liefern. Das Unternehmen Naturenergie investiert dafür knapp drei Millionen Euro. Interessierte Bürger aus Schwörstadt können sich am Solarpark finanziell beteiligen.
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red/pm
Schwörstadt
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Nahmen den Spatenstich auf dem Hollwangen vor (von links): Phillip Riegger (sun2energy), Christoph Umbricht (Naturenergie), Jens Heinzler (sun2energy), Fabio Jenisch (Bürgermeister Gemeinde Schwörstadt), Sonya Mentzen-Bühler und Günter Bühler (Verpächter), Klaus Müller (Naturenergie) und  Katrin Zimmermann (Projektleiterin Naturenergie).

Nahmen den Spatenstich auf dem Hollwangen vor (von links): Phillip Riegger (sun2energy), Christoph Umbricht (Naturenergie), Jens Heinzler (sun2energy), Fabio Jenisch (Bürgermeister Gemeinde Schwörstadt), Sonya Mentzen-Bühler und Günter Bühler (Verpächter), Klaus Müller (Naturenergie) und Katrin Zimmermann (Projektleiterin Naturenergie).

Naturenergie
  • Bei Schwörstadt entsteht die größte Freiflächen-Photovoltaikanlage im Kreis Lörrach.
  • Geplant sind 5,3 MWp Leistung – rund 6,1 Mio. kWh pro Jahr für etwa 2000 Haushalte.
  • Inbetriebnahme ist für das Frühjahr 2027 geplant, investiert werden rund 2,9 Mio. Euro.
  • Bürgerbeteiligung: Volumen 500.000 Euro, Anteile 500 bis 10.000 Euro, PLZ 79739.
  • Ökologie im Blick: Ackerflächen werden Blühflächen, die künftig Schafe beweiden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Bereich der Höfe auf dem Hollwangen oberhalb von Schwörstadt entsteht die größte Photovoltaik-Freiflächenanlage im Landkreis Lörrach. Mit dem symbolischen Spatenstich startet der Energieversorger Naturenergie die Umsetzung eines weiteren wichtigen Projekts für die regionale Energiewende, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Auf einer Fläche von 4,3 Hektar wird eine Solaranlage mit einer Leistung von rund 5,3 Megawatt peak (MWp) errichtet.

2,9 Millionen Euro investiert

Nach der geplanten Inbetriebnahme im Frühjahr 2027 soll der Solarpark jährlich rund 6,1 Millionen Kilowattstunden erneuerbaren Strom erzeugen. Das entspricht dem durchschnittlichen Strombedarf von etwa 2000 Haushalten, wie Naturenergie mitteilt. Für das Projekt investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 2,9 Millionen Euro.

„Mit jedem neuen Solarprojekt erhöhen wir den Anteil regional erzeugter erneuerbarer Energie. Das stärkt die Versorgungssicherheit und schafft Wertschöpfung vor Ort“, wird Klaus Müller, Mitglied der Geschäftsleitung von Naturenergie, in der Mitteilung zitiert. Der Solarpark ist Teil der Strategie des Unternehmens, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen weiter auszubauen und die Versorgung in der Region langfristig auf eine breite und resiliente Basis zu stellen. Dabei soll die Freiflächen-Photovoltaik die Wasserkraftwerke am Hochrhein und im Südschwarzwald ergänzen.

„Über viele Jahre wurden beim Bühlerhof Weihnachtsbäume angebaut. Da wir dies während der Rente nicht mehr weiterführen können, war es uns wichtig, eine langfristige und sinnvolle Perspektive für unsere Felder zu finden. Mit dem Solarpark entsteht hier künftig erneuerbare Energie für die Region. Es freut mich, dass die Fläche weiterhin einen Beitrag für die Menschen vor Ort leisten kann“, sagt Günter Bühler, der Verpächter des Flurstücks.

Infos für Interessenten

Ein besonderes Merkmal des Projekts sei die Möglichkeit für Bürger, sich finanziell am Solarpark zu beteiligen, heißt es in der Mitteilung weiter. Hierfür steht nach Angaben von Naturenergie ein Beteiligungsvolumen von insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung. Einzelne Beteiligungen seien zwischen 500 und 10.000 Euro möglich. Zunächst richtet sich das Angebot ausschließlich an Einwohner des Postleitzahlengebiets 79739 Schwörstadt. Weitere Informationen und Möglichkeit zur Interessensbekundung unter: https://buergerbeteiligung.naturenergie.de.

„Die Energiewende gelingt am besten, wenn die Menschen vor Ort unmittelbar daran teilhaben können. Deshalb freuen wir uns besonders, dass die Bürgerinnen und Bürger aus Schwörstadt die Möglichkeit erhalten, sich direkt an diesem Projekt zu beteiligen und von dessen Erfolg zu profitieren“, sagt Fabio Jenisch, Bürgermeister der Gemeinde Schwörstadt. Auch ökologische Aspekte spielen bei der Umsetzung eine wichtige Rolle.

Schafe beweiden die Fläche

Die bisherigen Ackerflächen sollen in artenreiche Blühflächen mit regionalem Saatgut umgewandelt und künftig durch Schafe beweidet werden. Dadurch würden diese ökologisch aufgewertet und es entstünden zusätzliche Lebensräume für Insekten und andere Tierarten, schreiben die Initiatoren.