Skateplatz in Schliengen: In zwei Stunden wieder aufgebaut

Karsten Willmann und Emil Schlaeger bei der Arbeit am Skateplatz in Schliengen
Silke HartensteinBereits vor Jahren hatte die Gemeinde Schliengen an der Schwarzwaldstraße beim Ortsausgang Richtung Mauchen einen Skaterplatz asphaltiert und angelegt. Die Lage am Ortsrand oberhalb des Freimühlenbächles und vis á vis vom Schliengener Sportplatz ist günstig, nach drei Seiten hin blockieren große Steine den Skaterplatz. Somit ist Parken dort nicht möglich.
Später wurde der Platz für die Zwischenlagerung des Schutts aus der B 3-Sanierung benötigt. Die Skatergeräte wurden im Bauhof eingelagert und gerieten in Vergessenheit – bis der Platz 2015 reaktiviert wurde, damals noch unter Koordination des damaligen Bauamtsleiters Gerhard Sommerhalter.
Zwei junge Helfer im Einsatz
Wann und warum genau der Skaterplatz dann wieder verschwand, weiß Schreinermeister und Grünen-Gemeinderat Karsten Willmann nicht. Jetzt schritt er zur Tat und fand mit Emil Schlaeger und Noah Schöpflin zwei freiwillige junge Helfer. In rund zwei Stunden war alles wieder aufgebaut und fest verankert. Die Ruhezeit im Bauhof sieht man Rampe, Street Hip und Flatrail aus verzinktem Stahlblech kaum an.

Emil Schlaeger in Aktion auf der wieder aufgebauten Rampe
Foto: Silke HartensteinDie Reaktivierung, sagt Willmann, sei eine Initiative der Grünen-Fraktion. Als im Rahmen der Schliengener Zukunftswerkstatt der Wunsch nach einer Skateranlage geäußert worden sei, hätte sich ein Bürger an die im Bauhof gelagerten Geräte erinnert. Das Vorhaben habe sich erst mal nicht umsetzen lassen, da der Platz als Materiallager für den Glasfaserausbau genutzt worden sei.
Wieder skaten vor Ort
Emil und Noah, die beide die benachbarte Hebelschule besucht hatten, halfen gern mit. Bislang seien sie zum Skaten nach Neuenburg oder Freiburg gegangen, sagen die jungen Männer. Vor Ort habe es nichts gegeben, sagt Emil: „Und hier ist ein guter Platz.“
Das benötigte Material stellte die Schreinerei Markus Mayer, und Willmann Montagen steuerte Know-how und Arbeitszeit bei. Was noch fehle, meinte Willmann, sei die Abnahme und auch die Beschilderung samt Angaben zu den Ruhezeiten. Beides werde wohl weiter nicht aufwändig sein, denn: „Es ist eine Bestandsanlage.“