Sinkende Zuversicht: Pessimismus nimmt deutlich zu

Die durchschnittliche Inflationserwartung für die Schweiz liegt bei 1,1 Prozent und damit höher als noch vor drei Monaten.
Moritz320 /Pixabay- UBS-CFA-Indikator fiel im Oktober um 17,9 auf -15,3 Punkte – stärkster Rückgang seit März 2026.
- Lageeinschätzung für die Schweiz hellte sich gleichzeitig auf, was den Rückgang relativiert.
- Eurozone: Ein Drittel sieht die Lage als schlecht, die Hälfte erwartet weitere Verschlechterung.
- Inflationserwartung Schweiz im Schnitt bei 1,1 Prozent, Meinungen zum Zinskurs zweigeteilt.
- Rund ein Drittel rechnet mit +0,5 Punkten SNB-Leitzins binnen zwölf Monaten; 78 Experten befragt.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Im Oktober haben sich die im UBS-CFA-Indikator gemessenen Expertenerwartungen zum Vormonat deutlich verschlechtert. Positiver als zuletzt wurde dagegen die aktuelle Konjunkturlage beurteilt. Der UBS-CFA-Indikator fiel gegenüber September um 17,9 auf -15,3 Punkte, wie die Großbank UBS jetzt mitteilte. Dies sei der stärkste Rückgang seit März 2026 gewesen. Damals hatte der Ausbruch des Nahostkonflikts für Verunsicherung gesorgt. Der Index fiel im Berichtsmonat nach drei positiven Monaten erstmals wieder in den negativen Bereich.
Zugleich sei die aktuelle Konjunkturlage in der Schweiz im Oktober allerdings nochmals deutlich positiver beurteilt worden als im September, hieß es weiter. Das relativiere den Rückgang bei den
Konjunkturerwartungen. Mit Gegenwind rechnen die Finanzexperten aus der Eurozone. Die
dortige Konjunkturlage wird von einem Drittel der Befragten als schlecht beurteilt, während die Hälfte mit einer weiteren Verschlechterung rechnet. In den USA wird derweil von der Hälfte der Befragten eine Konjunktureintrübung erwartet und ein Drittel beurteilt die gegenwärtige Konjunkturlage als gut.
Zugleich gehen die Experten weiterhin von einem Anstieg der Inflation sowohl in der Eurozone als auch in den USA aus. Die Einschätzung sei jedoch weniger eindeutig ausgefallen als im Vormonat. Für die Schweiz halten sich die Meinungen, ob die Inflation ansteigt oder unverändert bleibt, in etwa die Waage.
Einschätzungen sind zweigeteilt
Zweigeteilt sind auch die Einschätzungen, ob die Zinsen in der Schweiz in den nächsten sechs Monaten steigen oder unverändert bleiben. Für die Eurozone und die USA erwarten derweil 80 Prozent einen Zinsanstieg. Ein ähnliches Bild ergebe sich bei den längerfristigen Zinsen, so die UBS. Klar verstärkt haben sich indes die Erwartungen auf eine weitere Aufwertung des Frankens.
Mit Blick in die Zukunft haben sich die Wachstumsprognosen für die Schweizer Wirtschaft für das kommende Jahr seit der Juli-Umfrage nicht verändert. Die Finanzexperten erwarten im Durchschnitt nach wie vor ein BIP-Wachstum von rund 1,4 Prozent. Dabei würden je 40 Prozent ein Wachstum zwischen 1 und 1,5 Prozent beziehungsweise zwischen 1,5 und 2 Prozent prognostizieren, hieß es.
78 Experten beteiligt
Bezüglich der Inflation in der Schweiz gehen in der Umfrage mittlerweile 60 Prozent von einer Teuerung von einem Prozent und höher im nächsten Jahr aus. Die durchschnittliche Inflationserwartung liege bei 1,1 Prozent und damit höher als noch vor drei Monaten, so die Mitteilung weiter. Das führt dazu, dass die Experten vermehrt von einer Abkehr der Schweizerischen Nationalbank (SNB) von ihrer Nullzinspolitik ausgehen. Rund ein Drittel der Analysten erwartet, dass der SNB-Leitzins in den nächsten zwölf Monaten um 0,5 Prozentpunkte angehoben wird. Und lediglich ein Fünftel geht von keiner Zinserhöhung aus, nachdem im April und Juli zwei Drittel keine Veränderung erwartet hatten. Die Umfrage wurde zwischen dem 15. und dem 21. Oktober durchgeführt, wobei sich 78 Experten daran beteiligten.