Schul-Container in Tannenkirch: Brandschutzauflagen lassen Kosten deutlich steigen

Die Grundschule in Tannenkirch wird saniert. Währenddessen ist kein Schulbetrieb möglich.
Daniel Hengst (Archivfoto)Während die Grundschule in Tannenkirch saniert wird, bekommen die Schüler Unterricht in einer Containeranlage. Mit dem kommenden Schuljahr soll der Unterricht am provisorischen Standort im Furtweg starten. Ein Schulbetrieb während der Bauarbeiten ist nicht möglich, eine temporäre Unterbringung deshalb unumgänglich. Die Bauarbeiten zur Erschließung des Areals haben laut Verwaltung bereits begonnen.
Der Kanderner Gemeinderat hat nun den Zuschlag für die Errichtung einer eingeschossigen Containeranlage als Schulprovisorium für die Grundschule Tannenkirch einstimmig an die Bad Bellinger Firma Würzburger vergeben.
Von den vier eingegangenen Angeboten war das der Bad Bellinger Firma mit rund 685.000 Euro mit Abstand das günstigste. Darin enthalten sind Lieferung und eine zweijährige Miete.
Eigentlich war kein Vorgriff auf 2028 eingeplant
Ursprünglich war die Verwaltung von Kosten inklusive zweijähriger Miete in Höhe von lediglich 560.000 Euro ausgegangen. Als Grund für die deutlich höhere Gesamtsumme nannte Bauplanerin Judita Kovac vor allem die brandschutztechnischen Vorgaben.
Damit ist neben den für das Jahr 2026 im Haushalt eingestellten 210.000 Euro ein Vorgriff auf zwei weitere Jahre notwendig: 2027 sollen 280.000 Euro, 2028 weitere 200.000 Euro bereitgestellt werden. Kämmerer Benedikt Merkel räumte dazu ein: „Das wird uns bei den Haushaltsansätzen wehtun.“
Sollte sich die Sanierung der Grundschule verzögern, wäre auch eine längere Miete – mit entsprechend höheren Kosten – notwendig.