Rhine Clean Up in Neuenburg: Einkaufswagen, Reifen und jede Menge Abfall

Etwa 20 Helfer beteiligten sich in der Zähringerstadt am deutschlandweiten „Rhine Clean Up“.
DLRG/Alexander AnlickerDüsseldorf, Speyer, Mannheim, Weil am Rhein, Basel und Neuenburg am Rhein – in all diesen Städten beteiligten sich Menschen am Samstag am „Rhine Clean Up“-Day. Bereits zum zweiten Mal hatte die Ortsgruppe Müllheim-Neuenburg der Deutschen Leben-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zur Putzaktion entlang dem Rheinufer aufgerufen.
Rund 20 Ehrenamtliche waren zu Lande und zu Wasser zwischen Neuenburg und Grißheim unterwegs und haben jede Menge Müll eingesammelt. Neben den Wasserrettern und den Mitgliedern des Jugend-Einsatz-Teams (JET) der DLRG-Jugend haben sich auch drei Mitarbeiter von Amazon im Rahmen des firmeneigenen Volunteer-Programms der Aktion angeschlossen.
Die Organisatoren der Aktion, Tobias Haug (Leiter Einsatz) und Alexander Schropp (Vorsitzender), waren am Ende zufrieden. Auch weil nicht ganz so viel Müll aufgesammelt werden musste wie bei der Premiere im vergangenen Jahr. Während die Lebensretter damals zwischen Steinenstadt und Grißheim unterwegs waren, beschränkte man sich in diesem Jahr auf den Abschnitt zwischen Neuenburg und Grißheim. Künftig soll die Putzaktion im jährlichen Wechsel in den Abschnitten von Steinenstadt nach Neuenburg beziehungsweise von Neuenburg nach Grißheim stattfinden, erklärt Schropp auf Nachfrage.

Den gesammelten Müll stellte die DLRG an ihrem Stand beim Blaulichttag auf dem ehemaligen Neuenburger Landesgartenschaugelände aus.
Foto: DLRG/Alexander AnlickerDen eingesammelten Müll, darunter ein rostiger Einkaufswagen, ein Reifen samt Felge und eine Holzpalette sowie ein gutes Dutzend gefüllter Müllsäcke, präsentierte die DLRG dann am Sonntag an ihrem Stand beim Rheintag beziehungsweise Blaulichttag auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände.
Unterstützung erhielt die DLRG auch von der Stadt Neuenburg, die unter anderem Müllsäcke und ein Vesper für die freiwilligen Helfer zur Verfügung gestellt hat. Zudem übernahm der städtische Bauhof die Entsorgung des gesammelten Mülls, berichtete Tobias Haug.
Bis zum Jahr 2050 wird in den Weltmeeren die Masse des Plastikmülls größer sein als der Fischbestand. Jährlich kommen nach aktuellen Berechnungen zirka acht Millionen Tonnen hinzu, seriöse Forscher sprechen sogar von 13 Millionen Tonnen. Das ist ein ernstzunehmendes Problem, das sowohl gesundheitsschädigende Auswirkungen auf die Meeresbewohner als auch auf die Menschen haben wird. Die Aktion „Rhine Clean Up“ konzentriert sich auf die Flüsse, über die rund 70 Prozent des Plastikmülls in die Meere gelangen.
Der bundesweite „Rhine Clean Up“ fand in diesem Jahr bereits zum achten Mal statt. In den vergangenen Jahren haben sich jeweils rund 40 000 Menschen an der Aktion beteiligt und an rund 30 Flüssen in Deutschland Müll gesammelt.