Redakteur: 35 Jahre jünger sein


Die „goldene Zeit“ der Clubs ist längst vorbei (Symbolbild).
Annette Riedl/dpaDie Bluejeans und das schwarze T-Shirt liegen bereit. Sich über das „Fit“ nachzudenken, macht nur nervöser. Am Samstag wird einer ehemaligen Institution in Lörrach gehuldigt.
Ja, es geht auf eine Revival-Party. Nein, es ist kein Revival für das New Yorker Studio 54 oder andere weltbekannte Clubs, nicht fürs Caprice, Scotch-Club oder Werk1. Die Rede ist vom Podium an der Grabenstraße, das für den Zugang zum Chester-Platz weichen musste.
Seit 2002 ist er zu, aber in den Köpfen nicht tot zu bekommen. In den Köpfen ist es lebendig. Da waren vorne die Caféhaus-Stühle und Sofas an denen Backgammon bei gedämpfter Musik gespielt wurde – andere haben gestrickt. Die verschiedenen Subkulturen haben sich verstanden. Der Garten war in der Stadthitze im Sommer der kühlste Ort. Das Herzstück ist die Disco in der Mitte gewesen. Dort, wo sich die tiefen Blicke getroffen haben.
Das Lebensgefühl dieser Zeit lebt weiter. Am Samstag, 17. Oktober, startet um 20 Uhr Revival-Party Volume 21, dieses Mal in der Viva-Bar, Marie-Curie-Straße, Mindestalter 40 Jahre.
Meine Nervosität ist der Erwartung geschuldet, wen ich alles treffe. Da schlägt in meinem Herz ein Titel jener Tage von „Fury“ ganz intensiv: „Won't forget these days“.