Rebberge bewirtschaften: Unlandflächen werden in Efringen-Kirchen mit Funkraupe bearbeitet

Böschungen und Unlandflächen in den Rebbergen müssen bewirtschaftet werden. Deshalb hat die Gemeinde für den Werkhof eine Mähraupe angeschafft.
Maja TolsdorfZur Bewirtschaftung der Steillagen und Böschungsflächen durch den Werkhof ist aus Gründen des Arbeitsschutzes und der Wirtschaftlichkeit der Einsatz einer funkgesteuerten Mähraupe vorgesehen, wie Bauamtsleiter Ulrich Weiß in der März-Sitzung des Gemeinderats erklärte.
Der Befall der Rebflächen mit der Amerikanischen Rebzikade und die Allgemeinverfügung des Landkreises zur Eindämmung habe dazu geführt, dass die bisher nicht gepflegten Böschungen und Unlandflächen in den Rebbergen regelmäßig bewirtschaftet werden müssten.
Die Anschaffung einer Mähraupe, um dieser Verpflichtung nachzukommen, habe Bezug zum Gemeindeentwicklungskonzept und sei dem Handlungsfeld „Landschaft, Ökologie, Klima“ zuzuordnen, mit dem Ziel „Die Vielfalt und Qualität der Kulturlandschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Für die Beschaffung ist im Haushaltsplan 2026 ein investiver Ansatz in Höhe von 65 000 Euro eingestellt.
Bei einer Vergleichsvorführung verschiedener Hersteller und Maschinentypen zusammen mit Werkhof, Bauamt und sachkundigen Mitgliedern des Gemeinderats, an einer Steilfläche in Kleinkems wurde die Eignung vor Ort erprobt. Zudem konnten Mitarbeiter des Werkhofs mit der Maschine fahren und prüfen, ob das Anwendungsziel erreicht wird.
In der Gemeinderatssitzung schlug die Verwaltung vor, „eine junge gebrauchte Maschine“ zu kaufen. Auf eine Händleranfrage wurden folgende Angebote abgegeben:
Hersteller Rapid ,Typ „RoboFlail Vario D251“ für 69 410 Euro sowie Hersteller Vogt, Typ „LV 300 Pro“ für 65 171,31 Euro.
Vorführmaschine gefunden und reserviert
Über ein landwirtschaftliches Maschinenportal konnte die Verwaltung eine ähnliche Vorführmaschine mit 16 Betriebsstunden für 62 320,30 Euro ermitteln und reservieren. Diese wird direkt vom Hersteller vertrieben und ist nur wenig gelaufen und hat die volle Gewährleistung, heißt es in der Sitzungsvorlage.
Arbeiten während der Gewährleistungszeit könnten vom zuständigen Servicestützpunkt in Tannenkirch ortsnah erledigt werden, wie Weiß in der Sitzung erklärte. Der angebotene Maschinentyp entspricht der Empfehlung des Teams des Werkhofs, die
Maschine ist kurzfristig verfügbar, ergänzte Bürgermeisterin Carolin Holzmüller.
Am Ende stimmte der Gemeinderat geschlossen für die Anschaffung einer gebrauchten Funkraupe des Herstellers Vogt, Typ „LV 300“, inklusive Dragone Mulchkopf zum Preis von 63 498,40 Euro. Der Ankauf erfolgt direkt beim Hersteller.