Pro Lörrach ist 50
: Was die Lörracher Innenstadt attraktiv macht

Seit fünf Jahrzehnten will der Wirtschafts- und Gewerbeverein für eine lebendige Lörracher Innenstadt sorgen. Und hat so manches erreicht. Ein Rückblick.
Von
Gabriele Hauger
Lörrach
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Alte Plakate zeigen Aktivitäten zur Steigerung von Lörrachs Attraktivität als Einkaufsstadt.

Repro/Hauger

Seit 30 Jahren mit dabei ist Marion Ziegler-Jung. Sie führte denn auch in der Sitzung des Hauptausschusses durch die ersten Jahrzehnte von Pro Lörrach und bediente sich dabei im Archiv des Chronisten und Mannes der ersten Stunde, Waldemar Lutz.

Bereits im 19. Jahrhundert gab es als eine Art Vorgänger von Pro Lörrach – einen Gewerbeverein. 1976 folgte die erste Satzung von Pro Lörrach, einem freiwilligen Zusammenschluss, offen auch für alle Bürger oder Industrie, so der Rückblick.

Eine Stadt zum Anbeißen

Ziegler-Jung präsentierte die ersten Logos von Pro Lörrach wie beispielsweise aus den 80er Jahren „Eine Stadt zum Anbeißen“, ein Signet, mit dem auf der Basler Herbstwarenmesse für den Besuch der Lerchenstadt geworben wurde. 1980 fand zudem das erste Frühlingsfest statt, damals noch eintägig; das erste Marktfest wurde 1998 auch in den Ortsteilen gefeiert.

Lustige Namen

Charmant die Entwurfsideen aus dem Jahr 1999 für ein Magazin als Sonderbeilage mit Namens-Vorschlägen wie „Lörch“ oder „LÖwe“. Der Einkaufsführer aus dieser Zeit gibt spannende Einblicke: „Er zeigt auf, welche Geschäfte es damals in der Innenstadt gab“, so Ziegler-Jung.

2002 bis 2004 wurde ein Stadtmanagement aufgegleist und die Stadtmanagerin Nicole Becker angestellt. Eine wichtige Epoche war im Rückblick auch die Einführung der Zeitschrift „Go Lädele“. Lörrach habe sich damals vielfach in Basel live präsentiert, führt Ziegler-Jung weiter aus. „Da gab es zum Beispiel eine Fashion Show von Lörracher Mode-Geschäften auf der Muba.“

Erster Internet-Auftritt

1998 gab es den ersten Internet-Auftritt von Pro Lörrach. 2004 schlossen sich 27 Geschäfte bei „König Kunde“ zusammen. Das Frühlingsfest war damals unter bestimmte Schwerpunktthemen gesetzt, daran erinnerte Ziegler-Jung. So ging es um Schokolade oder Spargel, es gab Luftseilakrobatik und Breakdance. Ab 2005 fand das Fest dann zweitägig statt. Es sei gar nicht so leicht gewesen, den verkaufsoffenen Sonntag durchzusetzen, erläuterte sie rückblickend.

Schweizer Tag

Und es gab den Schweizer Tag mit Alphornbläsern und Schweizer Fähnchen. Ab 2006 kooperierte Pro Lörrach dann mit dem Jazztone, es swingte in Lörrach.

Mit dem Mutternachtsshopping, 2012, einem Nikolaus-Shopping und der Weiterentwicklung von Gutscheinen zum Digitalen wurden weitere Ideen umgesetzt.

Und das solle auch weiter so sein, so Jörg Lutz und ermunterte den Vorstand von Pro Lörrach zu weiteren Aktivitäten. „Wir brauchen Einkaufspublikum und müssen attraktiv bleiben.“

Mit der Ankündigung einer „lörrach late night“ am 13. November machte Marion Ziegler-Jung schon mal Appetit auf weitere Pro Lörrach-Initiativen.