Preisgekrönter Autor in Lörrach: Johann Peter Hebel lesen mit Arnold Stadler

Arnold Stadler und eine Büste Hebels
Markus Manfred Jung- Arnold Stadler liest am Sonntag, 27. September, um 17 Uhr im Dreiländermuseum Lörrach.
- Thema ist sein Verhältnis zu Johann Peter Hebel, vorgestellt vom Hebelbund-Präsidenten Volker Habermaier.
- Stadler erhielt den Hebelpreis im Jubiläumsjahr 2010 – Apéro folgt auf die Lesung.
- Er deutete Hebels „Die Vergänglichkeit“ als stoisch geprägt und nicht streng christlich.
- Eintritt ist frei, die Lesung findet im ehemaligen Pädagogium statt, Spenden sind erwünscht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Hebelbund Lörrach setzt seine „Literarischen Begegnungen“ im Gedenkjahr 2026 mit dem vielfach ausgezeichneten Schriftsteller und Hebelpreisträger Arnold Stadler fort.
Am Sonntag, 27. September, um 17 Uhr liest Stadler im Dreiländermuseum, Basler Straße 143, aus seinen Werken. Volker Habermaier, Präsident des Hebelbundes, stellt den Autor vor. Im Anschluss laden Dreiländermuseum und Hebelbund zu einem Apéro ein.
Mit Arnold Stadler kommt ein bedeutender deutschsprachiger Schriftsteller nach Lörrach, der dem Schaffen Johann Peter Hebels eng verbunden ist. Im Jubiläumsjahr 2010 erhielt er den Hebelpreis des Landes Baden-Württemberg.
Neue Lesarten aufzeigen
Bereits 1997 setzte sich Stadler in einem ausführlichen Essay mit Hebels Gedicht „Die Vergänglichkeit“ auseinander – zugleich aus objektiver und persönlicher Perspektive.
Seine ungewöhnliche Lesart: Hebels Gedicht gehöre eigentlich auf den „protestantischen Index“. Denn Hebels Lehre von den „letzten Dingen“ sei nicht die des Christentums, sondern gehe von „der Unerbittlichkeit des Ablaufs der Welt, vom stoischen Gesetz des Werdens und Vergehens“ aus. Am Ende stehe bei Hebel, so Stadler, der Dichter, nicht der Theologe: „die Poesie und beim Schweigen als letzter und höchster Antwort [...] auf die letzten Dinge“.
Zum Autor
Arnold Stadler wurde 1954 in Meßkirch geboren. Viele seiner häufig autobiografisch geprägten Romane spielen in seiner Heimat. Er studierte katholische Theologie in München und Rom sowie Germanistik in Freiburg, Köln und Bonn und wurde 1986 promoviert. Neben dem Hebelpreis erhielt Stadler unter anderem den Georg-Büchner-Preis (1999) und den Kleist-Preis (2009), heißt es in der Ankündigung.
Die Lesung findet im ehemaligen Pädagogium statt, an dem Johann Peter Hebel als Lehrer wirkte. Der Eintritt ist frei; um eine angemessene Spende wird gebeten.