Polizei warnt vor Anrufstraftaten: Seniorin in Steinen wird Opfer von Telefonbetrügern

Derzeit häufen sich betrügerische Anrufe. (Symbolfoto)
Kristoff Meller- Polizei warnt vor vermehrten Anrufstraftaten in Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald und Waldshut.
- Täter geben Unfälle oder dringende Behandlungen vor, um hohe Kautionen und Geld zu erlangen.
- In Steinen wurde am Montag, 21. September, eine 90-Jährige um Wertgegenstände betrogen.
- Betrüger nutzten angebliche Enkelstimmen und behaupteten eine Krebs-Erkrankung in der Familie.
- Polizei rät: auflegen, bekannte Nummern nutzen, nichts herausgeben, keine Übergaben und 110 anrufen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In den zurückliegenden Wochen verzeichnete das Polizeipräsidium Freiburg eine Zunahme von Anrufstraftaten. Insbesondere in den Landkreisen Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald und Waldshut versuchen derzeit Kriminelle vermehrt, per Telefon hohe Vermögenssummen bei potenziellen Opfern zu erbeuten, teilt das Polizeipräsidium Freiburg mit.
Wie die Täter vorgehen
Die Vorgehensweise der Betrüger ist nicht neu. Die Täterschaft ruft meist gezielt ältere Menschen an und gibt vor, dass nahe Angehörige einen schweren oder tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätten. Zur Abwendung einer Untersuchungshaft müsse eine Kaution gezahlt werden. Dabei setzen die Kriminellen ihre Opfer meist zusätzlich unter emotional hohen Druck.
Eine abgewandelte Form dieser Betrugsmasche stellen Anrufe von Kriminellen dar, die sich als Ärzte ausgeben. In den Telefonaten täuschen sie ihren Opfern vor, dass ein Familienmitglied eine lebenswichtige medizinische Behandlung benötigen würde und hierfür hohe Geldsummen erforderlich seien.
Betrugsfall in Steinen
Zuletzt wurde am Montag, 21. September, eine 90-Jährige aus Steinen Opfer dieser Masche. Auch hier hatte die Täterschaft vorgetäuscht, dass eine nahe Familienangehörige schwer an Krebs erkrankt sei und dringend ein teures Medikament aus dem Ausland benötige. Um dabei zusätzlich emotionalen Druck aufzubauen, wurden dabei auch Stimmen von angeblichen Enkelkindern eingesetzt.
Den Betrügern war es im weiteren Verlauf gelungen, die Geschädigte durch dieses professionelle und glaubwürdige Auftreten zu überzeugen und bei der anschließenden Übergabe Wertgegenstände im Wert von mehreren zehntausend Euro zu erbeuten.
Was die Polizei rät
Auch wenn es der Kriminalpolizei in der Vergangenheit immer wieder gelungen war, Tatverdächtige festzunehmen und Geldübergaben zu verhindern, kommt es regelmäßig zu vollendeten Anrufstraftaten mit hohen Vermögensschäden für die Opfer, teilt das Polizeipräsidium Freiburg mit.
Um sich vor möglichen betrügerischen Anrufen zu schützen, rät die Polizei: Legen Sie sofort auf! Das ist nicht unhöflich, sondern ermöglicht Ihnen, durchzuatmen und sich neu zu sortieren.
Kontaktieren Sie den vermeintlichen Anrufer oder eine Person Ihres Vertrauens unter einer Ihnen bekannten Telefonnummer. Geben Sie niemals Informationen über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse preis.
Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte. Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt. Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer geworden sind. Bereiten Sie sich gedanklich auf solche Anrufe vor. Vereinbaren Sie innerhalb der Familie oder mit weiteren Angehörigen und Freunden ein Kennwort zur Identifizierung am Telefon. Ändern Sie Ihren Telefonbucheintrag, indem Sie Ihren Vornamen kürzen oder streichen lassen. Gegebenenfalls löschen Sie Ihren gesamten Eintrag. Seien Sie sparsam mit der Weitergabe Ihrer Daten.
Weitere Tipps gibt es unter www.polizei-beratung.de/.
