Pfarrer verlässt Rheinfelden: Andreas Brüstle erhält viel Zuspruch und Dank

Haben sich bestens verstanden und vieles gemeinsam bewegt: Joachim Kruse (links, evangelischer Pfarrer) und Andreas Brüstle.
Rolf ReißmannDies sei ein Abschied für einen besonderen Menschen, eröffnete der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Günter Schmidt seine Ansprache. Brüstle habe mit schwerem Anfang in der Zeit der Corona-Einschränkungen sein Amt in der Stadt begonnen und recht schnell die Nähe zur Gemeinde gefunden. Der Pfarrer habe seine Arbeit stets mit spürbarer Freude und Zuversicht, hoffnungsvoll und auch mit einer Portion Augenzwinkern erfüllt.
Brüstle nutzte seine Predigt, um sich selbst für die partnerschaftliche Zusammenarbeit zu bedanken. Christen formten das tägliche Leben mit – auch spürbar in Rheinfelden. Als Beispiel nannte er die rund 1000 Kinder, die in den katholisch geführten Kindergärten hier und in Grenzach-Wyhlen betreut werden. Natürlich ändere sich die Lebenssituation ständig, Veränderung durch Gestaltung sei die Anforderung.
Die katholische Seelsorgeeinheit habe dies erlebt und beweise sich selbst damit täglich aufs Neue. Er gehe in einer Zeit, da die Pfarrgemeinden viele Stärken entwickelt hätten. Er sehe die hiesige Kirchengemeinde als starke, selbstbewusste und zukunftsorientierte Gemeinschaft, getragen vom gemeinsamen Glauben.
Am Ende des Gottesdienstes erhielt der Pfarrer Dank von vielen Weggefährten. Oberbürgermeister Klaus Eberhard bezeichnete ihn als Mutmacher und Wegweiser. So erinnere er sich gern an die Weltausstellung zum Turiner Grabtuch, die dank Brüstles Engagement mal nicht in einer Großstadt, sondern im doch kleinen Rheinfelden Station machte.
Günter Schmidt ergriff nochmals das Wort und freute sich über das sehr gelungene Ehrenamtsfest und die vielen Überlegungen, wie man neue Formen in der Gottesdienstgestaltung einführen könne.
Dekanatsreferent Mattias Wössner würdigte, dass Andreas Brüstle die Vernetzung der beiden Seelsorgeeinheiten Rheinfelden und Grenzach-Wyhlen spürbar voran gebracht habe. Überhaupt habe er vielfach Verantwortung über seine eigene Gemeinde hinaus übernommen, so als er für ein Jahr als Vakanzpfarrer in Lörrach arbeitete.
Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller lobte Brüstles Engagement und Dankbarkeit für ehrenamtliche Tätigkeiten der Gemeindemitglieder. Ein herzliches und sehr verbindliches Grußwort sprach der evangelische Pfarrer Joachim Kruse. Er habe Andreas Brüstle als Versöhner in der Verschiedenheit kennengelernt, der voll und ganz den Ratschlag von Kardinal Karl Lehmann auslebt, Ökumene brauche Leidenschaft.
Andreas Brüstle wurde im Rahmen der Pastoralreform im Erzbistum Freiburg ab 1. Oktober zum leitenden Pfarrer der Gemeinde Elztal berufen.