Obsthof Drechsle
: Die Frische und die regionale Herkunft

Wenn die Sommersonne die Früchte reifen lässt, dann ist auch im Familienbetrieb des Obsthofes Drechsle auf dem Rührberg Hochbetrieb angesagt.
Von
Heinz Vollmar
Grenzach Wyhlen
Jetzt in der App anhören

Familie Schenk kommt aus der Innerschweiz mit ihren vier Kindern zum Selbstpflücken.

Heinz Vollmar

Unter dem Stichwort „Sommerfrüchte aus dem Südwesten“ besuchte dieser Tage auch ein Fernsehteam des Südwestrundfunks (SWR“ aus der Sendereihe „Treffpunkt“ den Obsthof, um über einen der erfolgreichsten und innovativsten Betriebe im Süden Baden-Württembergs zu berichten.

Dass der Treffpunkt auf den Obsthof auf dem Rührberg aufmerksam wurde, war dem Internet-Auftritt des Betriebes geschuldet. Dieser wirbt auf der Internetseite, die gleichzeitig auch das Motto beinhaltet „frischvombaum.de“, auch für das Selberpflücken. Konkret bedeutet dies, so der Chef des Obsthofes, Alexander Drechsle, dass die etwa 90 Prozent der 15 000 Obstbäume von den Kunden selbst abgeerntet werden, was seit knapp 30 Jahren für Apfel-und Birnbäume gilt.

Nachdem Alexander Drechsle den Obsthof im Jahr 2012 übernahm, baute er den Betrieb stetig aus. Das gilt auch für die Anbaufläche, die mittlerweile 10,5 Hektar umfasst. Die Vielfalt an Obstsorten wurde immer größer. Hinzu kam eine eigene Produktion an Säften, Glühweinen, Schnäpsen und Likören wie auch an Marmeladen, Gelees und Essigspezialitäten, die ganzjährig im Hof verkauft werden. Eine weitere Vermarktung findet in Dorfläden, Schulen, Firmen und Kindergärten statt.

Die Qualität, die Sortenvielfalt, die absolute Frische und die Innovationskraft werden von den Besuchern als besondere Argumente immer wieder genannt. Sie heben auch die Innovativkraft des Obsthofes sowie die Sortenvielfalt von alten bis sehr moderne Sorten hervor, die sie frischer und hervorragenden Qualität im Südwesten von Baden-Württemberg, erhalten, heißt es.

Das Angebot hat sich inzwischen weit herumgesprochen: Daniel Schenk mit Ehefrau Seline und ihre vier Kindern, reisen sogar aus der Innerschweiz an, um vor Ort auf dem Rührberg Früchte selbst zu pflücken. „Do wüsse mir vor allem wo es her chunnt un dass es früsch isch“, so die sympathische Familie auf original Schwyzerdütsch.

Adolf Grau mit Ehefrau Hedi kommen sogar aus der Region des Bieler-Sees in der Schweiz an den Hochrhein. Am vergangenen Sonntag waren sie eigens wegen „Walliser Birnen“ auf den Rührberg gekommen, um diese mit einem Vanille-Stengel einzukochen. Eine echte Spezialität sei dies, wie der pensionierte Confiseur, der lange Zeit in Basel arbeitete, bekundete.

Viele Besucher kommen aber auch aus der näheren Umgebung wie Olinde und Hermann Steiger aus Grenzach-Wyhlen selbst. Ihnen macht es einfach Spaß, die frischen Früchte selbst zu pflücken um leckere Kuchen zuzubereiten oder um den täglichen Speiseplan zu bereichern. Auch sie loben die exzellente Qualität der Früchte des Drechsle-Obsthofes, wo in diesen Tagen an den Wochenenden eine echte Druggete auf dem Rührberg herrscht.

In jedem Jahr kommen neue Obstsorten hinzu, die auf dem Rührberg reißenden Absatz finden. Alexander Drechsle ist daher auch sehr stolz auf die neue aromatische, saftige und leckere Apfelsorte „Pia 41“, die erst im Herbst 2024 ihre Sortenzulassung erhielt und bereits in diesem Jahr gepflügt werden kann. Drechsle ist sich sicher, dass er die neuen Herausforderungen auch bewältige kann, weil sich der Betrieb stets weiterentwickelt und gut vernetzt ist. .

Die Teilnahme an internationalen Tagungen wie im vergangenen Jahr, als es um den Aprikosen-und Pfirsichanbau im Folientunnel ging oder in diesem Jahr als der Obsthof-Chef als renommierter Referent beim Steinobstforum Baden-Württemberg einen Vortrag hielt, sind daher Teil der Philosophie. Dazu zählt, dass das Team auf dem Rührberg die Gäste fachkundig beraten und ihnen bei der Auswahl zur Seite stehen.

Obsthof Drechsle, Feldbergstraße 22, 79639 Grenzach-Wyhlen, Kontakt: Tel. 07624/7240; Öffnungszeiten: Dienstag 15 bis 18 Uhr, Freitag 15 bis 18 Uhr, Samstag 10 bis 13 Uhr. Bis zum Ende der Selbstpflückersaison ist zusätzlich jeweils Freitag, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.