Natur im Fokus: Wie neuer Lebensraum für Eidechsen entsteht

Auf mehr als 550 Laufmetern ist eine Trockenmauer entstanden.
Stadt RheinfeldenDer schönste Sportplatz Rheinfeldens, wie Oberbürgermeister Klaus Eberhardt den Fußballplatz des SV Karsau nannte, ist um eine Attraktion reicher.
Die untere Hangböschung ist nicht mehr länger eine artenarme Fettwiese mit Null ökologischem Wert, sondern ein vielfältiger Biotopkomplex und somit ein Paradies für Eidechsen und andere wärmeliebende Tierarten, wie die Stadtverwaltung mitteilt.
Auf einer Länge von 120 Metern wurde mit unterschiedlichen Gesteinsgrößen eine Trockenmauer auf mehreren Ebenen angelegt, so dass insgesamt mehr als 550 Laufmeter Trockenmauer entstanden sind.
Zwischen den einzelnen Ebenen dienen alte Kulturobstbäume sowie standorttypische Sträucher als Nahrungsquelle unter anderem für Wildbienen und Schmetterlinge. Totholzelemente bieten Käfern, Spechten und Fledermäusen ideale Lebensräume.
Für die Eiablage der Mauereidechsen wurden entsprechende Sandlinsen angelegt. Höhlen und Spalten im Inneren der Trockenmauer seien ideale Rückzugsorte und Winterquartiere. Ein Staketenzaun soll unter anderem Katzen von der Jagd abhalten.
226 000 Euro hat die Stadt in diese Maßnahme investiert. Gut investiertes Geld, wie Eberhardt und Projektleiter Patrick Pauli, Leiter der Abteilung Stadtgrün & Umwelt, anlässlich der Fertigstellung betonten.
Denn bei der Maßnahme handelt es sich um eine freiwillige Ökokontomaßnahme, für die die Stadt 600 570 Ökopunkte gutgeschrieben bekommt. „Das Biotop vereint viele Habitatstrukturen und hat damit eine hohe naturschutzfachliche Wertigkeit, was sich in der höhen „Vergütung“ in Form der Ökopunkte niederschlägt“, erklärt Pauli. Ihn freut es besonders, dass das Projekt sowohl beim SV Karsau als auch der Bevölkerung gut ankommt. Ausdruck hierfür ist die von der Karsauer Familie Dresel gespendete Sitzbank.