Narrenzunft Grenzach: Räbschrate als neue Fasnachtsclique in Zunft aufgenommen

Die neu gegründete Räbschrate-Clique mit ihrem neuen Häs (Bildmitte) und dem Ozume Stefan Koppetsch (dritter v.r. hinten) und seinem Stellvertreter Tobias Dietsche (zweiter v.r. hinten)
Heinz VollmarDie Narrenzunft Grenzach hat in ihren Reihen eine neue Fasnachtsclique. Eine Bereicherung für die Fasnacht in der gesamten Doppelgemeinde, wie freudig bestätigt wurde.
Mit einem dreifachen „Trotz G’stank der Chemie – Fasnacht mueß sie“ hatte zuvor Oberzunftmeister Stefan Koppetsch die Mitgliederversammlung eröffnet und begrüßte zahlreiche Besucher. So auch die Räbschraten, die sich in Mitgliedsstärke erstmals der Öffentlichkeit präsentierten und für Aufmerksamkeit sorgten.
Dass sich eine neue Clique gründen würde, war indes schon länger bekannt. Offiziell ins Leben gerufen wurde sie nach Angaben von Cliquenchef Alexander Pinto schon am 4. April und umfasst mittlerweile 15 Aktive und neun Passivmitglieder. Mit ihrem Namen wollen sie nicht nur an Grenzach als Weinort erinnern, sondern auch an die ehemalige Hornfelsefäger-Clique, die sich vor Jahren aufgelöst hatte.
Rückblick: In seinem Rückblick auf die zurückliegende Fasnachtskampagne erinnerte Oberzunftmeister nicht nur an die bravourösen Leistungen der Zunftspieler während der Zunftabende, die wie „ein Schweizer Uhrwerk“ über die Bühne gingen, sondern auch an die tollen Fasnachtsumzüge durch Grenzach und Wyhlen.
Als gut angenommen bezeichnete er auch die neue Streckenführung beim Hemdglunki-Umzug. Nachdenklich stimmte den Oberzunftmeister die frühe Abwanderung der eigenen Mitglieder beim anschließenden Hemdglunki-Ball. Er sagte „mit großer Wahrscheinlichkeit war wohl ,Das Zelt’ in Wyhlen so interessant, dass dies zur Abwanderung beitrugen“.
Tatsächlich musste in Wyhlen der Hemdglunkiball an gleichen Abend in einem Zelt auf dem Turnplatz stattfinden, weil die Hochrheinhalle wegen eines Wasserschadens gesperrt werden musste.
Kritisch äußerte er sich in Bezug auf die Euphorie und die Zustimmung des jüngeren Publikums beim Mählsuppelöffle am Rosenmontag.
Sehr positiv bewertete der Ozume indes das Narrenbaumstellen an der Scheffelstraße, das von einer wunderbaren Stimmung begleitet gewesen sei und das so auch weitergeführt werden soll. Die Vorfreude sei schon jetzt sehr groß.
Ausblick: Auf Nachfrage bestätigte Oberzunftmeister Koppetsch, dass die Schließung der Hochrheinhalle, die auch noch während der kommenden Fasnachtskampagne anhalten soll, eine echte Herausforderung sei. Sie betreffe die Narrenzunft Grenzach zwar weniger, dass sie aber dennoch Auswirkungen auf die gesamte Narretei in der Doppelgemeinde habe, erklärte Andreas Müller, Seneschall der Narrenzunft Rolli-Dudel Wyhlen. Er teilte mit, dass man allein aus finanziellen Gründen gezwungen sei, dass das Zelt, in dem auch die Hallenfasnacht 2026 stattfinden soll, auch am Sonntag nach den Fasnachtsumzügen und am Abend öffnen wird, um auch dann noch Einnahmen zu generieren. Dies überschneide sich zwar mit dem Narrendorf in Grenzach, er bitte jedoch um Verständnis bei den Narrenfreunden in Grenzach für diesen Entschluss.
Wo das „Narrenzelt“ in Wyhlen im kommenden Jahr erstellt werden wird, steht derweil noch nicht fest, so der Seneschall aus Wyhlen. Man sei aktuell noch in entsprechenden Verhandlungen, so auch über einen anderen Stellplatz wie zuvor auf dem Turnplatz in Wyhlen.
Die Maske der neu in die Narrenzunft aufgenommenen Räbschrate-Clique wird am 11.11. beim Familienabend der Narrenzunft Grenzach offiziell vorgestellt.
Auf einen Blick
Narrenzunft Grenzach
Postfach 1129, 79629 Grenzach-Wyhlen
Mitgliederzahl
427