Nächtlicher Einsatz in Lörrach: Viel Hilfsbereitschaft nach Großbrand

Am Tag nach dem Brand zeugt eine Ruine von dem nächtlichen Großeinsatz.
Adrian SteineckDas Feuer in einem Wohnanwesen wurde der Integrierten Leitstelle von Feuerwehr und Rettungsdienst in Lörrach am Donnerstag, 25. Dezember, gegen 2.10 Uhr gemeldet. Vor Ort wurde festgestellt, dass das Erdgeschoss eines Einfamilienhauses – Teil einer Reihenhausbebauung – in Vollbrand stand, berichtet die Feuerwehr. Die Reihenhausbebauung gehört zur Basler Straße und befindet sich auf Höhe der Waschhausgasse.
Enge Bebauung als Herausforderung
Eine große Herausforderung für die Einsatzkräfte war die historische enge Bebauung. Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte verhindern, dass der Brand in vollem Maße übergriff, heißt es in dem Bericht weiter. Dennoch wurden insgesamt sieben angrenzende Wohnhäuser beschädigt. Mehrere Gebäude mussten zeitweise evakuiert werden.

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Schwarzwälder BoteDas Feuer in dem betroffenen Gebäude ging offenbar „von einer Art Kamin aus“, schreibt die Feuerwehr weiter. Die genaue Ursache und der Verlauf des Brandgeschehens seien noch unklar und Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Der 46-jährige Bewohner des Hauses wurde durch den Brand und die Löschversuche schwer verletzt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.Der Sachschaden sei beträchtlich und wird im mittleren bis hohen sechsstelligen Bereich liegen, so die Feuerwehr.
Zeitweise waren sämtliche Fahrzeuge der Feuerwehr Lörrach im Einsatz. Zusätzlich unterstützten die Berufsfeuerwehr Basel sowie die Feuerwehren Weil am Rhein und Inzlingen die umfangreichen Löschmaßnahmen. Über die Warnapp Nina war zeitweilig vor Rauchniederschlag und Geruchsbelästigung gewarnt worden.
Diese Warnung wurde am Donnerstag gegen 8.15 Uhr wieder aufgehoben.

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Schwarzwälder BoteNachbar initiiert online eine Spendenkampagne
Der Lörracher Oberbürgermeister Jörg Lutz schreibt auf Instagram, dass mehrere Wohnungen nicht mehr bewohnbar seien. Das Ordnungsamt habe die Betroffenen untergebracht. Lutz dankt den zahlreichen Einsatzkräften für ihren Einsatz an Weihnachten. „Aufgrund der räumlich beengten Verhältnisse gestaltete sich der Löschangriff außerordentlich schwierig“, schreibt der Lörracher Rathauschef in seinem Instagram-Post vom Donnerstag weiter.
„Mir blutet das Herz“, schreibt der Nachbar Peter Geiselhart, der als Sänger Peter Reimtgut aktiv ist. Er hat über die Online-Spendenplattform „gofoundme“ eine Spendenkampagne gestartet. „Es sind unsere Nachbarn mit ihren Kindern betroffen“, schreibt er dazu. Und weiter: „Unsere lieben Freunde stehen vor dem nichts.“ Geiselhart spricht von drei komplett ausgebrannten Häusern. Mit der Sammlung gehe es laut Geiselhart darum, den Betroffenen etwas Sicherheit zu geben. Das Geld gehe direkt an die betroffenen Familien, etwa für Kleidung. Am Freitag waren um 12.30 Uhr bereits gut 89 000 Euro zusammengekommen.
Auch im Kinderland Lörrach wurde am Donnerstagmittag eine Spendenaktion für die Brandopfer ins Leben gerufen.