Koryphäe der Philatelisten: Heinz Jaeger im Alter von 101 Jahren verstorben

Heinz Jaeger
Peter Ade1924 in Grafenhausen geboren, war Jaeger von 1950 bis 1962 Arzt am Lörracher Krankenhaus. 1963 ließ er sich als Facharzt für Innere Medizin in Lörrach nieder.
Präsident des Bundes Deutscher Philatelisten
Überregionale Bekanntheit erlangte Jaeger – Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse – als Präsident des Bundes Deutscher Philatelisten (1973 bis 1991).
Sein Fachwissen brachte er unter anderem auch bei der Stiftung zur Förderung der Philatelie- und Postgeschichte sowie im Programm- und Kunstbeirat der Deutschen Bundespost ein.
Grundlagen der Geschichtsschreibung
Durch sein Engagement im Bereich der Philatelie wurde Jaeger einem breiten Publikum im In- und Ausland bekannt. Seine Arbeit bildete eine Grundlage der philatelistischen Geschichtsschreibung. Immer wieder gelang es ihm, Philatelie und Geschichte in einem übergreifenden Sinn zu verknüpfen. Neben zwei Standardwerken zur deutschen (Briefmarken-)Geschichte („Vom Krieg zum Frieden – Sechs deutsche Jahre 1944 bis 1949“ und „Vor 50 Jahren - Deutschland 1944 bis 1945“) stammen unzählige Aufsätze und Beiträge für die Arbeitsgemeinschaft Baden und verschiedene Fachzeitschriften aus Jaegers Feder.
Ausgabe zum 225. Geburtstag Hebels
Briefmarkensammler im Markgräflerland wissen, was sie Jaeger zu verdanken haben – auch die Gemeinde Hausen im Wiesental. Jaeger hat sich zusammen mit verantwortlichen Gremien unermüdlich für die Briefmarkenausgabe zum 225. Geburtstag des alemannischen Dichters, Pädagogen und Theologen Johann Peter Hebel (1760 bis 1826) im Jahr 1985 eingesetzt. Nicht unerwähnt bleiben darf auch die Markenausgabe „Wasserschloss Inzlingen“ in der Reihe „Burgen und Schlösser“ im Jahr 1980.
„Die Trauerfeier hat in aller Stille stattgefunden“
„Die Trauerfeier“, so informiert die Todesanzeige für Heinz Jaeger, „hat auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille stattgefunden.“