Nach Trump-Brief an Novartis
: Reaktion auf Trump – Pharmaunternehmen am Zug

Der Verband Interpharma betont nach Brief an Novartis mit Hauptsitz in Basel, dass der Ball bei den Pharmaunternehmen liegt.
Von
awp
Basel
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Wie wird Novartis reagieren?

Michael Werndorff

Die Pharmaunternehmen müssten selber entscheiden, zu welchem Preis sie ihre Medikamente in den USA verkaufen. Daran hat die Sprecherin des Dachverbandes Interpharma am Samstag erinnert. Sprecherin Michèle Sierro forderte die Schweiz auf, unterdessen ihr eigenes Preisfestsetzungssystem zu reformieren.

In der Sendung „Forum“des Westschweizer Radios RTS erklärte Sierro, dass in den USA, wo Präsident Donald Trump unter anderen die Schweizer Pharmaunternehmen auffordert, die Preise für ihre Medikamente zu senken, diese Preise vom Markt festgelegt würden. Es sei Sache der Hersteller, darüber zu entscheiden. In der Schweiz hingegen würden die Preise vom Staat festgelegt – ein System, das von Interpharma als veraltet bezeichnet wird.

„Wir fordern eine Reform dieses Systems, da es für innovative Produkte nicht geeignet ist“, sagte Sierro und wies darauf hin, dass die Kosten für die Entwicklung eines neuen Medikaments 2,5 Milliarden Franken betrügen und 90 Prozent der Versuche fehlschlügen. Novartis und Roche benötigten enormes Kapital, um in die Forschung investieren zu können.

Die Schweizer Pharmaexporte sind derzeit von den von Trump beschlossenen Zöllen in Höhe von 39 Prozent ausgenommen. Trump habe den Pharmaunternehmen jedoch eine Frist bis zum 29. September gesetzt, um konkrete Vorschläge zur Senkung der Preise zu machen, ansonsten würden Sanktionen verhängt, sagte Sierro.