Nach Kurhaus- und Kurpark-Kauf
: Gemeinde Bad Bellingen will die 220 Parkplätze bei der Therme kaufen

Der Bad Bellinger Gemeinderat stimmt für den Erwerb des Thermen-Parkplatzes und der anliegenden Badstraße, die bisher zur Kurverwaltung gehören. Kostenpunkt: 170.000 Euro.
Von
Claudia Bötsch
Bad Bellingen
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Nach Kurpark und Kurhaus soll nun auch der Thermen-Parkplatz an der Badstraße in kommunales Eigentum überführt werden.

Claudia Bötsch

Nach dem Verkauf des Kurparks (2023) und des Kurhauses (2025) sollen nun auch der Thermen-Parkplatz und die angrenzende Badstraße von der Kurverwaltung an die Gemeinde übergehen. Ein entsprechender Beschluss wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung gefasst.

„Die Entlastung der Bade- und Kurverwaltung von Tätigkeitsfeldern, die nicht unmittelbar mit den Balinea Thermen in Zusammenhang stehen, soll fortgesetzt werden“, hieß es dazu als Begründung von Seiten der Verwaltung.

Die Kurverwaltung ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Gemeinde.

Fokussierung auf Badebetrieb

Ziel dieser Neuordnung der Vermögensverhältnisse sei die Fokussierung der Therme auf den eigentlichen Badebetrieb. Vor diesem Hintergrund seien bereits der Verkauf von Kurpark und Kurhaus erfolgt, heißt es in der Beschlussvorlage.

Als weitere Begründung führte das Rathaus an, dass die Bewirtschaftung und Unterhaltung der Straße und der Parkplätze (Reinigung, Beleuchtung, Winterdienst) ohnehin schon von der Gemeinde ausgeführt und bezahlt werde.

Fläche von knapp 14.000 Quadratmetern

Insgesamt geht es um eine Fläche von knapp 14.000 Quadratmetern. Bei einem Bodenrichtwert von zwölf Euro pro Quadratmeter nach BORIS (Bodenrichtwertinformationssystem) ergibt sich laut Verwaltung ein Kaufpreis von 167.300 Euro.

Der Parkplatz, der von der Kreisstraßen-Einfahrt bei Rewe bis zum Wendehammer reicht, umfasst insgesamt rund 220 Stellplätze.

Der Bürgermeister, der in Personalunion als Geschäftsführer der Bade- und Kurverwaltung (BuK) fungiert, wurde vom Gemeinderat beauftragt, den Kauf in die Wege zu leiten. Vor Abschluss eines Kaufvertrags muss indes noch die Zustimmung des BuK-Aufsichtsrats eingeholt werden.

Kritik von Müller: „Weiteres Filetstück entzogen“

Kritik am Erwerb von Thermen-Parkplatz und Badstraße kam von Wolfgang Müller. Der Freie-Wähler-Gemeinderat hatte sich in der Vergangenheit bereits gegen Kurpark- und Kurhaus-Verkauf an die Gemeinde ausgesprochen. „Hier wird ein weiteres Filetstück entzogen – Sie nehmen der BuK die Luft zum Atmen“, monierte er und stimmte als einziger der Räte gegen den Beschlussvorschlag.

Parkplätze stehen weiter zur Verfügung

Bürgermeister Vogelpohl trat Müllers Kritik entgegen und betonte seinerseits, dass die Gemeinde in den vergangenen Jahren „sehr viel Geld in den Kurpark investiert hat“. Die Parkplätze werden der BuK kostenlos überlassen. Der Rathauschef sicherte zu, dass sie „weiterhin den Kurgästen zur Verfügung stehen werden“.

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