Markgräfler Winzer Efringen-Kirchen: Erste sichtbare Synergien nach der Fusion

Der geschäftsführende Vorstand Hagen Rüdlin (links) und Kellermeister Martin Leyh freuen sich über die neue Traubenannahme.
Markgräfler WinzerBereits fünf Monate nach der Fusion mit der Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim und pünktlich zum Start der Weinlese Anfang September präsentiert Hagen Rüdlin, geschäftsführender Vorstand der Markgräfler Winzer, mit der neuen, leistungsstarken Traubenannahme am Standort Efringen erste sichtbare Synergien, heißt es in einer Mitteilung der Genossenschaft.
Durch Zusammenschluss optimiert
Herzstück sind vier Pressen mit jeweils 20 Tonnen Kapazität. Die Schlagkraft wird zusätzlich durch flexible Annahmemöglichkeiten gesteigert, die sowohl Folienkipper als auch Lesebehälter von bis zu 1,2 Tonnen pro Stück verarbeiten können.
Die Entscheidung für diese Modernisierungsmaßnahme mit einem Investitionsvolumen von rund zwei Millionen Euro war in Efringen-Kirchen bereits vor der Fusion gefallen, heißt es. Durch den Zusammenschluss konnten die ursprünglichen Planungen jedoch entscheidend weiterentwickelt werden – nicht zuletzt, weil geeignete Komponenten der erst zwei Jahre alten Traubenannahme in Schliengen nahtlos in die neue Struktur integriert wurden.

Die neue Traubenannahme
Foto: zVg/Markgräfler Winzer eGZur verbesserten Traubenlogistik und als praktische Unterstützung der Winzer wurden zusätzlich 500 zeitgemäße Lesebehälter angeschafft. Parallel zur neuen Annahme wurde die Pressentechnik vollständig erneuert. Das Resultat ist eine deutlich schnellere Verarbeitung bei gleichzeitig höherer Qualität, heißt es. „Diese fortschrittliche Infrastruktur steht für unsere Überzeugung, dass der Weinbau in der Region nur mit einer konsequent zukunftsorientierten Ausrichtung Bestand haben wird. Die Zukunft unserer Winzerfamilien haben wir dabei immer im Blick. Wir wollen nicht abwarten, sondern gestalten“, betont Rüdlin.
Innerhalb der neuen „Markgräfler Familie“ behalten auch der Standort Schliengen sowie die Schliengener Lagen und Weine eine wichtige Rolle in der künftigen Positionierung, an der mit Nachdruck gearbeitet wird, heißt es.
„Für uns in Schliengen ist es wichtig zu sehen, dass unser Standort und unsere Lagen auch in der neuen Markgräfler Familie ihren festen Platz haben“, wird der Schliengener Winzer Michael Lämmlin zitiert. „Die Nutzung der Lagerflächen und Formate wie die Schliengener Weinzeiten zeigen uns, dass die Fusion nicht nur Strukturen zusammenführt, sondern auch das Miteinander stärkt. Es ist schön zu erleben, wie Winzer und Bürger gemeinsam an dieser neuen Zukunft mitwirken.“
Kontinuität in der Führung
Die Genossenschaft Markgräfler Winzer hat den Vertrag von Hagen Rüdlin als geschäftsführenden Vorstand einstimmig bis zum 30. Juni 2031 verlängert. „Diese Entscheidung ist Ausdruck großer Anerkennung für die geleistete Arbeit und ein starkes Signal für Kontinuität und Stabilität in bewegten Zeiten“, erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende der Genossenschaft, Georg Denzer.