Lichterfest Bad Bellingen: Schunkeln und plauschen unter Sternen

Highlight: Eine spektakuläre Lasershow zu DJ Lurchis Dancefloor und elektronischer Clubmusik.
Silke Hartenstein„Wir gehen schon lange zum Lichterfest. Hier haben wir die erste Nuggikette verloren“, erzählt eine Mutter aus Schopfheim. Ihre Kinder sind sichtlich schon längst über das Schnuller-Alter hinaus.
Beim 51. Lichterfest in Bad Bellingens Kurpark war wieder für alle etwas geboten. Anke Buller, Leiterin Marketing, Kommunikation und Tourismus der Gemeinde Bad Bellingen, zog am Sonntagmittag Bilanz: „Es kamen weniger Leute als 2024, aber es war wirklich sehr gut“. Familien mit Kindern genossen das üppige Kinderprogramm mit dem Spielmobil Freiburg, der Freiburger Puppenbühne und Kinderschminken. Ab Einbruch der Dämmerung bereicherten sie mit ihren Lichtschwertern und leuchtenden Pois das bunte Bild, ebenso die Erwachsenen mit ihren leuchtenden Blüten- und Federkränzen im Haar.
„Maris“, der junge Lokalmatador tritt auf
Kurz vor dem Auftritt von „Maris“, dem jungen Lokalmatador mit der strahlenden Stimme, eröffnete Bürgermeister Carsten Vogelpohl das Fest mit dem Fassanstich. „Zwei Schläge, wie immer“, sagte er und freute sich über die Besucher aus nah und fern und aus den beiden Partnergemeinden Petit-Landau im Elsass und Reigoldswil in der Schweiz. Einziger Wermutstropfen in seinem Freudenbecher: „Es ist schade, dass so viele Leute auf die Wetter-Apps gucken“.

Die Band „Route 66“ in Aktion
Foto: Silke HartensteinZwar blieben angedrohte Gewitter und Starkregengüsse aus, doch ab 20 Uhr begann ein stetiges Wechselspiel aus Regen und trockenen Abschnitten. Das galt auch für die spektakuläre Lasershow zu DJ Lurchis Dancefloor und elektronischer Clubmusik: Die ersten zehn Minuten waren trocken, die weiteren zehn Minuten nicht – wobei die Reflexionen auf den Regentropfen auch einen schönen Effekt schufen. „Die Late Night Show ist echt krank“, fand ein junger Mann anerkennend.
Band „Route 66“ verlockt zum Tanzen
„Who’ll stop the rain“ von CCR spielte die Band „Route 66“ auf der Pavillonbühne und verlockte mit kraftvoll interpretierten Rock- und Popklassikern viele Besucher zum Tanzen. Beim Hamburger Duo „Goldmeister“ mit seiner eingängigen Kombi aus deutschem Hip-Hop und 1920er-Jahre-Swing füllte sich immer in den trockenen Abschnitten der große Raum vor der Open-Air-Bühne.

Überall im Kurpark leuchteten Hunderte von Lichtern.
Foto: Silke Hartenstein„Schade, dass der See nicht da ist“, fand eine Dame aus Basel. Da die Arbeiten an der Erneuerung des Kurparksees bis kommenden Oktober dauern, fielen diesmal die Lichtinstallationen am Wasser aus und das Festivalgelände war etwas kleiner. Dafür wird 2026 der See größer als je zuvor.