Läckerli und Lebkuchen: Acrylamid-Alarm bei Weihnachtsgebäck

Insgesamt 26 Proben hat das Kantonslabor untersucht. Ein Lebkuchen sowie eine Läckerliprobe überschritten den Richtwert. (Symbolfoto)
Urszula/Pixabay- Basler Kantonslabor fand in 2 von 26 Weihnachtsgebäcken zu viel Acrylamid.
- Betroffen waren ein Lebkuchen und eine Läckerli-Probe aus regionaler Herstellung.
- Der Richtwert von 800 µg/kg wurde deutlich überschritten – Spitzenwert lag bei 1425 µg/kg.
- Hirschhornsalz begünstigt die Bildung von Acrylamid, Alternativen sind Pottasche oder Natron.
- Die Produzenten müssen ihre Prozesse anpassen; Kennzeichnungen waren ohne Beanstandung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat in zwei von 26 untersuchten Weihnachtsgebäcken zu hohe Acrylamid-Werte festgestellt. Ein Lebkuchen und eine Läckerliprobe aus regionaler Herstellung überschritten den geltenden Richtwert für den potenziell krebserregenden Stoff.
Insgesamt untersuchte das Kantonslabor 26 Proben von Läckerli, Lebkuchen und Magenbrot von Weihnachtsmarktständen und Bäckereien, wie es jetzt mitteilte. Fünf der Proben stammten aus dem Offenverkauf. Die gemessenen Acrylamidwerte lagen zwischen 51 und 1425 Mikrogramm pro Kilogramm.
Ein Lebkuchen und eine Läckerliprobe aus regionaler, handwerklicher Herstellung überschritten den Richtwert von 800 Mikrogramm pro Kilogramm deutlich. Acrylamid sei krebserregend und könne sich beim Erhitzen von Lebensmitteln bilden, hieß es weiter. Als eine Ursache für hohe Werte nannte das Kantonslabor die Verwendung von Hirschhornsalz als Triebmittel. Dieses wirke als Katalysator für die Bildung des Schadstoffs.
Proben, die ohne Hirschhornsalz hergestellt wurden, hätten deutlich tiefere Konzentrationen aufgewiesen. Als Alternativen gelten Pottasche oder Natron. Das Labor beanstandete bei den beiden betroffenen Produzenten den Herstellungsprozess. Sie wurden verpflichtet, ihre Prozesse anzupassen. Bei der Überprüfung der Kennzeichnung gab es keine Beanstandungen.