Kunst in Bad Bellingen: Der Maler hat festgehalten, wie sich das Heilbad entwickelt

Museumsleiter Christhardt Heering, Dietmar Sehringer und Bürgermeister Carsten Vogelpohl (v.l.) mit dem Gemälde
GemeindeJulius Kibiger gehört zu den prägenden Künstlern des 20. Jahrhunderts im Markgräflerland. In mehr als 4000 Aquarellen, Ölgemälden und Wandbildern hat sich Kibiger mit der Landschaft und dem Leben am Oberrhein auseinandergesetzt.
Sein Enkel Dietmar Sehringer aus Auggen pflegt das Erbe und hat eine Inventarisierung des umfangreichen Werks veranlasst. Zahlreiche Bilder werden im Dreiländermuseum in Lörrach verwahrt. Das nun übergebene Gemälde Kibigers soll einen dauerhaften Platz im Oberrheinischen Bäder- und Heimatmuseum finden, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde. Es zeigt in idealisierter Form, wie bei der ersten Quellbohrung im Jahre 1956 Thermalwasser an die Oberfläche tritt.
Für Museumsleiter Christhardt Heering bringt der Künstler in dem Bild eine fast visionäre Empfindung zum Ausdruck: Vor einem mächtigen Berg – vielleicht dem „Blauen“ – weitet sich im Vordergrund eine wallartige Vertiefung mit einer kräftig sprudelnden Quelle in der Bildmitte, die von einem blauen Himmelszelt überspannt wird.
Dauerleihgabe für das Museum
Bürgermeister Carsten Vogelpohl dankte Sehringer für die Dauerleihgabe dieses historisch wie künstlerisch bedeutenden Gemäldes, das den entscheidenden Moment festhalte, in dem sich aus dem kleinen Fischer- und Winzerdorf das moderne Heilbad Bad Bellingen entwickelt, heißt es.