Kult-Veranstaltung in Weil am Rhein
: Kieswerk-Open-Air steigt in diesem Jahr mit weniger Filmen

Kaum endet das eine Festival, steht schon das nächste in den Startlöchern. Am Mittwoch wurden die Pläne für das diesjährige Kieswerk-Open-Air vorgestellt.
Von
Beatrice Ehrlich
Weil Am Rhein
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Ein abgespecktes Kieswerk-Open-Air-Programm mit aktuell erfolgreichen Filmen stellten Oberbürgermeisterin Diana Stöcker und Kulturamtsleiter Peter Spörrer im Rathaus vor.

Beatrice Ehrlich

Umfasste schon die letzte Ausgabe des beliebten Festivals in Weil am Rhein nur noch neun statt früher elf Filme, so wurde für die aktuelle Ausgabe von Mittwoch, 29. Juli, bis Sonntag, 2. August, nun ein völlig neues Kompaktformat mit fünf Filmen an fünf Festivaltagen ausgearbeitet.

Grund dafür sei die angespannte Haushaltslage der Stadt, erläuterte Spörrer. Bei der letzten Ausgabe war die Stadt Weil am Rhein auf einem Defizit von 70.000 Euro sitzen geblieben.

OB Stöcker fügte die Vermutung an, dass die Menschen heute sehr genau hinschauen würden, bei welchem der vielen Festivals in der Region sie ihr Geld nun ausgeben wollten. Ihrer Auffassung nach herrsche im Sommer ein gewisses „Überangebot“ an Festivals. Auch andere Veranstalter hätten deshalb ihr Angebot bereits eingedampft.

Mit der Filmauswahl setzt Peter Spörrer dieses Mal auf gediegenen „Mainstream“, wobei am Anfang und am Ende des Programms eine Komödie steht.

„Bedürfnis nach Erheiterung“

Damit komme man einem spürbaren „Bedürfnis nach Erheiterung“ nach, führte der Kulturamtsleiter aus.

Der Eröffnungsfilm am Mittwoch, 29. Juli, ist eine Komödie aus Frankreich. In „Ab durch die Mitte – Mit Vollgas durch Paris“ (2025) geht es um zwei Männer, die mit viel Geld durch die französische Metropole jagt und dieses am liebsten so schnell wie möglich wieder loswerden will – ein Film, der mit atemberaubenden Tempo und witzigen Szenen punktet.

Liebenswerte Lebensgeschichte

Am zweiten Abend (Donnerstag, 30. Juli) steht mit „Verflucht normal“ ein von Kritik und Publikum gleichermaßen gelobtes Bio-Pic auf dem Spielplan, das erst seit kurzem in deutschen Kinos zu sehen ist. Es handelt von einem jungen Mann mit Tourette-Syndrom – nach einer Person, die es wirklich gibt. Mit seinem „Tick“, Schimpfworte auszustoßen, verursacht er verzwickte Situationen und trifft oft auch auf Ablehnung. Mit Hilfe anderer Menschen gelingt ihm schließlich der entscheidende Schritt, seine Krankheit anzunehmen und mit Aufklärung für mehr Verständnis zu werben.

So viel Zuspruch wie beim Eröffnungsfilm des bisher letzten Kieswerk-Open-Airs im Jahr 2024 erhoffen sich die Veranstalter auch in diesem Jahr.

Foto: Beatrice Ehrlich

„Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ (Simon Verhoeven, 2026) heißt es am dritten Festivalabend am Freitag, 31. Juli, wenn die mehrfach ausgezeichnete deutsche Verfilmung eines Romans von Joachim Meyerhoff über die Leinwand flimmert. Der Protagonist, von dessen Kindheit bereits im Film „Wann wird es endlich wieder so wie es nie war“ zu erfahren war, hat nun sein Elternhaus verlassen und sucht in einer Ausbildung an einer Münchner Schauspielschule sein Glück. Die bekannte Schauspielerin Senta Berger ist in der Rolle seiner Großmutter zu sehen, die den jungen Mann bei sich beherbergt.

Science-Fiction – taufrisch

Einen Ausflug in die faszinierende Welt der Science-Fiction gibt es am Samstag, 1. August, mit dem aktuellen Streifen „Star Wars: The Mandalorian and Grogu“. Die Geschichte um den Kopfgeldjäger Din Djarin, aus der gleichnamigen Serie auch bekannt als der Mandalorianer, und sein Ziehsohn Grogu kam erst am 20. Mai in die deutschen Kinos.

Mit einer Komödie fing es an und mit einer Komödie geht es zu Ende: Der Erfolgsfilm „Der Teufel trägt Prada 2“ mit Meryl Streep in der Hauptrolle und einem Gastauftritt von Lady Gaga, die auch die Filmmusik beisteuert, gibt rasante Einblicke in die Fashion-Hotspots von New York City und steht im Mittelpunkt des letzten Festivalabends am Sonntag, 2. August.

Von Burgern über Wurst bis Gyros

Jogi Lederer mit Burgern und Gyros, Delo mit Kieswerk-Wurst und anderem sowie weitere Caterer bieten vor und nach dem Film sowie in der Pause Essen und Getränke an. Trinkwasser kann kostenlos in Flaschen von bis zu einem Liter Fassungsvermögen auf dem Festivalgelände gezapft werden.

Zu hören ist außerdem im Rahmenprogramm zum jeweiligen Film an jedem Festivaltag eine Band.

Die Bands Les Paillàssons (29.7., Rock, Pop, Folk); Shed 67 (30.7., Rock, Pop, Blues); We are ALVA (31.7., Indie-Pop); Daniel Kiefer & Marc Mayer (1.8., Akustik Blues und Rock) sowie Sousoul (2.8., Soul, R‘n‘B, Funk) heißen die Bands, die Peter Spörrer für einen Auftritt beim Kieswerk-Open-Air gewinnen konnte.

Mehr Information

Kieswerk Open Air, 29. Juli bis 2. August 2026, Einlass jeweils ab 19 Uhr, Filmstart um 21.15 Uhr, Karten sind ab sofort im Vorverkauf für 13 sowie an der Abendkasse für 15 Euro erhältlich (dort nur mit Kartenzahlung).