Kriminalität in Grenzach-Wyhlen: Nur wenige Asylbewerber bereiten Probleme, aber diese wenigen dafür häufig

In den Hallen der ehemaligen Firma Wetzel/Saueressig ist heute eine Asylbewerberunterkunft des Landkreises.
Tim NagengastIm Bereich des Polizeireviers Rheinfelden ist der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger im vergangenen Jahr merklich gestiegen – im Vergleich zum Vorjahr von 35,7 auf 45,7 Prozent. Dies geht aus der Kriminalitätsstatistik hervor, die Rheinfeldens Polizeirevierleiter Spender Diringer im Hauptausschuss des Grenzach-Wyhlener Gemeinderats präsentierte.
Von den 175 Tatverdächtigen ohne deutschen Pass waren 64 Asylbewerber. In diesem Zusammenhang sprach Diringer von einem deutlichen Anstieg von Körperverletzungsdelikten im Bereich der Salzwerkstraße in Wyhlen.
Dort, in den ehemaligen Gebäuden der Firma Wetzel/Saueressig, hatte der Landkreis im vergangenen Jahr eine Gemeinschaftsunterkunft (GU) für Asylbewerber eröffnet. Diringer betonte, dass es in und um diese GU kein generelles Gewaltproblem gebe.
Denn „nur ein kleiner Teil der Bewohner“ bereite Probleme. Diese wenigen Personen dafür aber recht häufig. Bei ihnen handle es sich zumeist um „Verschobene“, also um Asylbewerber, die schon in anderen GUs aufgrund ihres Verhaltens nicht mehr tragbar gewesen seien.