Konzerte in Basel
: Das Basler Floß bringt Stars auf die Bühne

Chillige Sommerabende am Rhein, Leute treffen und coole Musik vom Fluss herauf: Vom 4. bis 22. August macht das Floß am Kleinbasler Ufer wieder Station mit Live-Konzerten an 17 Abenden.
Von
Thomas Loisl Mink
Basel
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Das Floß feiert den Sommer mit Musik. Los geht es am Dienstag, 4. August.

Das Floß feiert den Sommer mit Musik. Los geht es am Dienstag, 4. August.

Thomas Loisl Mink
  • Das Basler Floß bringt vom 4. bis 22. August an 17 Abenden Live-Konzerte ans Rheinufer.
  • Bühne im Rhein, Kulisse Altstadt – ein fester Bestandteil des Basler Sommers.
  • Auftreten sollen u. a. Bastian Baker, Pippo Pollina, Nazareth und Eagle Eye Cherry.
  • Stilvielfalt von Blues und Soul bis Afropop, Hiphop, Rock und Trip-Hop.
  • Beginn ist täglich um 21 Uhr, samstags länger; Finanzierung vor allem durch Sponsoren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

ist wahrscheinlich eine einmalige und ganz besondere Art Konzerte zu erleben. Die Bühne, auf der die Musikerinnen und Musiker auftreten, steht im Rhein, die Bands werden mit einem Boot auf das Floß gebracht und spielen vor der Kulisse der Basler Altstadt. Zum 27. Mal steht das Floß etwas oberhalb der Mittleren Brücke am Kleinbasler Ufer und ist längst ein fester Bestandteil des Basler Sommers.

Ein bunt gemischtes Publikum trifft sich am Ufer und genießt die Konzerte in dieser unverwechselbaren Atmosphäre. Außer sonntags sind jeden Abend Konzerte. Viele Bands kommen aus der Schweiz, einige aber auch von weit her, aus Italien, Schottland oder Zaire. Auch ein paar bekannte Namen sind dabei: Pippo Pollina, Nazareth oder Eagle Eye Cherry.

Als Erster sticht am Dienstag, dem 4. August, Bastian Baker in See oder vielmehr in den Bach, wie die Basler ihren Rhein nennen. Der 35-Jährige kommt aus Lausanne, hat mit seiner Gitarre und mit „Lucky“ und „Tomorrow May Not Be Better“ Pophits gelandet. Florian Paul und die Kapelle der letzten Hoffnung (5. August) kommen aus Deutschland. Paul hat erst Cello und Komposition studiert, bevor er seine Band gründete, deren Musik sich zwischen Chanson, Rock, Jazz und Pop bewegt. „Ein bisschen Tanzssal, ein bisschen Hafenkneipe, ein bisschen Kino kurz vor dem großen Regen“, versprechen die Floß-Macher um Tino Krattiger.

Blues und Soul

Flo Bauer stammt aus dem Elsass und traf in der Schweiz auf den Blueser Philipp Fankhauser, in dessen Band er Gitarre spielte. Aufs Floß kommt er am 6. August mit seiner eigenen Band und mit Blues und Soul. Elektrischen Gitarrenpop mit Rock’n’Roll und einem Hauch New Wave bringen am 7. August die Delilahs aus Zug auf die Floß-Bühne.

Noch rockiger wird’s am 8. August mit Live/Wire aus der Region Basel. Kraftvoller Rock in der Nachfolge von AC/DC ist angesagt. Blues-rockig geht es auch in der zweiten Woche weiter mit der Elis Mano Band am Montag, 10. August. 2017 gegründet rockten die Schweizer 2019 mit dem Album „Here And Now“ die Charts und setzen das mit dem jüngsten Album „Morph“ kraftvoll fort. Brandhärd kommen am 11. August aus dem Baselbiet aufs Floß. 1997 gegründet sind sie die wohl älteste Schülerband der Schweiz und eine richtige Nummer in Sachen Hiphop.

Schöne Melodien und viel Gefühl

Pippo Pollina, der vor zwei Jahren beim Stimmen-Festival im Riehener Wenkenpark auftrat, kommt am 12. August mit seinem Palermo Acoustic Quartett ans Rheinufer. Schöne Melodien und viel Gefühl aus, oft melancholisch grundiert und doch von mediterraner Leichtigkeit, zeichnen seine Lieder aus. Aus Zaire kommen Freshlyground am 13. August, eine der großen Bands des modernen Südafrika. Afropop, Soul, Jazz und Indie-Rock gehen mit traditionellen afrikanischen Klängen eine packende Verbindung ein. Afrobeats und Jazz, kolumbianischer Cumbia und Hiphop verbinden sich am 14. August in der Musik der französischen Band The Bongo Hop. Am Samstag, 15. August, steht eine Blueslady mit ihrer Band auf dem Floß: Manu Hartmann macht mit rauer Stimme und treibenden Rhythmen das Rheinufer zum Bluesclub.

Ebenfalls aus der Schweiz betritt am 17. August Nicole Bernegger das Floß. Mit ihrer wandelbaren Stimme und der siebenköpfigen Band hat sie sich dem Soul und R&B verschrieben. Die schweizerische Trip-Hop-Band Lunik bringt am 18. August leichtfüßige, urbane Melancholie an den Rhein. Valentino Vivace kommt am 19. August aus dem Tesin und hat Indie-Italo-Pop mit Achtziger-Jahre-Flair im Gepäck.

Unvergängliche Hits

Noch weiter in die Vergangenheit reicht die schottische Band Nazareth (20. August) zurück. In den 1970er Jahren war sie eines der Flaggschiffe des Hardrock. Mit den Power-Balladen „Love Hurts“ und „Dream On“ landeten sie unvergängliche Hits. Von der Originalbesetzung ist allerdings nur noch Bassist Peter Agnew dabei. Soul und Power-Funk bringen Custard Pie am 21. August mit. Die Elsässer wollen mit ihrer Energie das Floß zum Schwanken bringen.

Den Abschluss macht am Samstag, 22. August, Eagle Eye Cherry. Der Sohn des Jazztrompeters Don Cherry und Bruder der Sängerin Neneh Cherry beendet die Floßfahrt mit dynamischem Rock und tiefgängigen Balladen. Alle Konzerte beginnen um 21 Uhr und dauern eine Stunde, samstags bis 22.30 Uhr. Finanziert wird das Floß fast ausschließlich über Sponsoren, der Kanton Basel-Stadt gibt einen Teil dazu. Zwischen den Zuschauern gehen aber auch Matrosen mit Fischernetzen durch und sammeln Spenden ein.