Konzert in der Kirche
: Gospelmesse gerät zur Abschiedsgala

„A Gospel Celebration” begeisterte die Zuhörer in der Bonifatiuskirche. Es war zugleich das Abschiedskonzert des Kantors Andreas Mölder.
Von
red/pz
Lörrach
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Der Chor Canto Allegro begeisterte die Zuhörer in der voll besetzten Bonifatiuskirche. Der Konzertabend bildete zugleich den Abschied von Kantor Andreas Mölder, der nach Freiburg wechselt. Die Besucher verabschiedeten ihn mit stehenden Ovationen.

Der Chor Canto Allegro begeisterte die Zuhörer in der voll besetzten Bonifatiuskirche. Der Konzertabend bildete zugleich den Abschied von Kantor Andreas Mölder, der nach Freiburg wechselt. Die Besucher verabschiedeten ihn mit stehenden Ovationen.

Stephan Laage-Witt
  • Gospelkonzert in der Bonifatiuskirche: Canto Allegro verabschiedete Kantor Andreas Mölder.
  • Einstieg als Flashmob mit „Siyahamba“ – die Kirche war fast vollständig besetzt.
  • Programm mit „Cantar!“, „Amazing Grace“, Instrumentals und dem Medley „Saints go marchin’“.
  • Höhepunkt war die Gospelmesse von Robert Ray, gefeiert mit starkem Applaus.
  • Pfarrer Giesler hielt eine Laudatio, es gab stehende Ovationen und ein Sommerfest im Pfarrgarten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Konzert im Rahmen der ConBoni-Konzertreihe in der Bonifatiuskirche in Lörrach war ein ganz besonderes Ereignis: Der Chor Canto Allegro unter Leitung von Andreas Mölder gab ein Gospel-Konzert, das zugleich der offizielle Abschied des Kantors war.

Es war ein sonniger und nicht zu heißer Samstagabend, als die Zuhörer zahlreich in die Bonifatiuskirche strömten. Pünktlich um 19.30 Uhr waren fast alle Plätze besetzt. Freudige Erwartung richtete sich auf die Treppenstufen des Altarraums. Doch plötzlich kamen Stimmen aus allen Richtungen des Kirchenschiffs.

Wie bei einem Flashmob erhoben sich erste einzelne und dann immer mehr Sänger aus den Kirchenbänken und begannen zu den immer kräftiger werdenden Klängen des afrikanischen Liedes „Siyahamba“ nach vorne in die Chor-Aufstellung zu schreiten. Dieser Moment war wahrlich geeignet, eine Gänsehaut auszulösen.

Chor ist seit fast einem Vierteljahrhundert aktiv

Der Chor Canto Allegro (wörtlich „fröhlicher Gesang“) bereichert das Kirchenleben in Lörrach seit bald 25 Jahren mit mehrstimmigen Gesängen aus einem vielfältigen Repertoire sowohl aus klassischen Chorwerken als auch modernen geistlichen Sätzen.

Für dieses recht schwungvolle Konzert wurde der Chor begleitet von einer Band bestehend aus Wolfgang Zumpe an der Trompete, Stephan Laage-Witt am E-Bass und Julian Käuflin am Schlagzeug unter der Leitung von Andreas Mölder, der auch das E-Piano spielte.

Im ersten Teil des Konzertes wurde das Salsa-Chorstück „Cantar!“ von Jay Althouse gegeben, das die Freude am gemeinsamen Singen zelebriert, gefolgt vom bekannten Traditional „Amazing Grace“, welches durch ein Trompetensolo eindrucksvoll ergänzt wurde. Dazwischen gab es instrumentale Einlagen („Come Sunday“ von Duke Ellington und „God bless the child“ von Billy Holiday), bei denen die Band sich zeigen konnte.

Danach präsentierte der Chor das Gospel-Medley Saints go marchin’ von Mark Brymer, das mit einem energiegeladenen, lebendigen Rhythmus durch bekannte Gospels führte.

Würdigung für Andreas Mölder

Ein besonderer Höhepunkt des Konzerts war die afroamerikanische Gospel-Messe von Robert Ray. Seine Musik ist stark von Soul, Funk und Rock geprägt. Die Messe überzeugte mit eingängigen Melodien, treibenden Grooves und strahlte pure Lebensfreude aus. Chor und Band zeigten eindrucksvoll, dass sie die jazzigen Harmonien mit den vielen Tempo- und Tonartwechseln sicher beherrschen und in ein mitreißendes Klangbild verwandeln können. Das Publikum feierte die Lieder mit begeistertem Applaus.

An dieser Stelle gab es eine Atempause im Ablauf. Pfarrer Giesler würdigte mit einer Laudatio das zwölfjährige Wirken von Andreas Mölder in Lörrach und Inzlingen, das geprägt war von der ansteckenden Begeisterung für die Musik und der Zuneigung zu den Menschen in der Region. Er werde eine große Leerstelle hinterlassen, sagte Giesler. Aber gleichzeitig zeigte er Verständnis für die Aufgaben und Möglich­keiten, die sich ihm in Freiburg bieten. So gebe es ein lachendes und ein weinendes Auge, wobei aus der Lörracher Perspektive im Moment das weinende Auge deutlich überwiege. Die Zuhörer feierten Andreas Mölder mit stehenden Ovationen.

Am Ende gab es Blumen für Andreas Mölder.

Am Ende gab es Blumen für Andreas Mölder.

Stephan Laage-Witt

Den Abschluss des Konzerts bildete das fröhliche Chorlied „Clap your hands and sing Hallelujah“, was sich die Zuhörer nicht zweimal sagen ließen und mit klatschenden Händen den Rhythmus mitmachten. Das Konzert zeigte eindrucksvoll, wie sehr sich der Chor unter der langjährigen Leitung von Andreas Mölder entwickelt hat. Voller Lebens- und Singfreude machten die Sänger ihrem Chornamen alle Ehre. Besondere Höhepunkte waren die instrumentalen Einlagen auf der sehr einfühlsam gespielten Trompete von Wolfgang Zumpe, immer begleitet von einem wunderbar pulsierenden Groove von Julian Käuflin und Stephan Laage-Witt.

Sommerfest der Kirchengemeinde

Im Anschluss an das Konzert gab es das Sommerfest der Kirchengemeinde, ausgerichtet vom Gemeindeteam St. Bonifatius. Das Team lud ein zu Getränken und Speisen vom Grill. Eine eigens für diesen Anlass gezimmerte Aperol-Bar entpuppte sich als Publikumsmagnet. Bei diesem Ambiente im Pfarrgarten konnten sich viele Menschen persönlich von Andreas Mölder verabschieden. Mit dabei waren musikalische Einlagen von Canto Allegro und dem Vokalensemble Cappella Leonis. Auch die „Freunde der Kirchenmusik“ bedankten sich bei Ihrem Vorstand. Der warme Sommerabend war ideal, um diesen besonderen Moment bis spät in die Nacht ausklingen zu lassen. Das Konzert fand bei freiem Eintritt statt. Es wurde um Spenden gebeten, die der Ehe-, Familien- und Lebensberatung zufließen werden.